Wie dreist: Ein Mann gaukelte vor, im Koma gelegen zu haben

Mann täuscht Koma vor
Alan Knight schwindelte vor, im Koma zu liegen und Betrog damit sein komplettes Umfeld.

Filmreifer Auftritt zum Glück überführt

Ein Mann aus Wales hat zwei Jahre lang allen vorgespielt, dass er querschnittgelähmt sei und zeitweise hat er sogar vorgegaukelt, er läge im Koma. Der Mann hat es hinbekommen, sein gesamtes Umfeld und sogar das Gericht zu täuschen. Das fast noch absurdere an der Geschichte ist aber der Grund aus dem Alan Knight das getan hat.

In einem Haus im südlichen Wales hat sich ein wahres Schauspiel ereignet. Die Akteure: Alan Knight und seine Frau Helen. Alan, heißt es, sei querschnittgelähmt, tageweise soll er sogar ins Koma fallen. Zum Beweis verbreitet die Familie Fotos.

Nun soll Alan beim Laufen auf seinen zwei Beinen gesichtet worden sein. Viele fragen sich nun natürlich, was dort los ist: Wunderheilung oder alles Lüge?

Die Aussage eines Nachbarn lässt das zumindest vermuten, da er am Haus solche Beobachtungen gemacht hat: "Er stand immer dahinten und hat alles selbst erledigt. Las Zeitung und reinigte den Grill. Da war nichts falsch mit den Armen und den Beinen, ich konnte es von hier aus gut sehen."

Offensichtlich scheint es dem Mann also deutlich besser zu gehen, als er allen vorgibt. Nur warum gaukelt jemand seiner ganzen Nachbarschaft und seinem kompletten Umfeld vor, im Koma zu liegen?

In seiner Heimat Swansea hat sich Alan Knight nie gezeigt. Er war hier nie einkaufen, niemals tanken. Aber einen großen Fehler hat er begangen. Knight ist zum Einkaufen Kilometer weiter gefahren – mit seiner Familie und ohne Rollstuhl.

Alzheimerkranken Nachbar ausgenutzt

Der Beweis: Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie er mit seiner Familie und vollem Einkaufswagen herumspaziert. Auch Bilder einer Tankstelle zeigen, dass er offensichtlich alles andere als im Koma liegt.

Der Grund, warum Knight das Theater spielt, ist schnell gefunden: Denn Alain Knight erfand die Krankheit, bat dann seinen alzheimerkranken Nachbarn um Geld, der hatte Mitleid und lieh ihm über drei Jahre sage und schreibe 52.000 Euro. Als er das Geld nicht zurückzahlen wollte, wurde die Polizei auf ihn aufmerksam und brachte ihn vor Gericht.

Doch selbst dort zog Knight seine Show durch. Zum Gerichtstermin fuhr ihn seine angeblich fürsorgliche Ehefrau im Rollstuhl die Rampe hoch, wie ein Gerichtsreporter beobachtete.

Die eindeutigen Bilder aus der Überwachungskamera, die das Gericht dem verdutzten Angeklagten vorspielte, beendete den filmreifen Auftritt. In rund drei Wochen ist der nächste Gerichtstermin angesetzt – und inzwischen hoffen nicht nur die Bewohner von Swansea, dass die Knights für ihr hinterhältiges Laienschauspiel ihre gerechte Strafe bekommen.

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