GESUNDHEIT GESUNDHEIT

WHO warnt: Immer mehr Menschen essen sich zu Tode

Zu viele Menschen essen zu viel - und zu schlecht
Voll und satt - aber nicht gesund! © dpa, Ralf Hirschberger

Schlechte Ernährung - für viele ein lebensgefährliches Gesundheitsrisiko

Schlechte Ernährung wird für immer mehr Menschen zum ernsten Gesundheitsrisiko - laut der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Margaret Chan, essen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode.

Weltweit gibt es noch immer in vielen Ländern Hunger und Unterernährung. Doch auch zu viel essen kann lebensbedrohlich sein: Die Zahl der durch falsche Ernährung verursachten gefährlichen Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen steigt - und das verursache enorme Behandlungkosten, meinte Chan bei der Eröffnung der 67. Weltgesundheitsversammlung in Genf.

Fett- und stark zuckerhaltige Fertiggerichte und Getränke werden immer noch viel zu viel konsumiert: Sie sind zwar minderwertig, aber billig. Und so steigt die Zahl der Übergewichtigen weiter - gerade bei Bevölkerungsschichten, die als eher einkommensschwach einzustufen sind. Besonders besorgniserregend sei hierbei die steigende Zahl der übergewichtigen Kinder, sagte die WHO-Chefin und gab die Gründung einer Sonderkommission zur Bekämpfung von Fettsucht bei Kindern bekannt.

Zu viel essen ist gefährlicher als Rauchen

Der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, vertrat die Meinung, dass die Gesundheitsrisiken, die durch ungesunde Ernährung entstehen, mittlerweile größer seien, als die des Rauchens. Deshalb plädierte er für "globale Konvention zum Schutz und zur Förderung gesunder Ernährung".

Das höchste Gremium der WHO berät bis zum 24. Mai unter anderem über Maßnahmen gegen die Ausbreitung nicht übertragbarer Krankheiten wie Diabetes, Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen oder Adipositas.

Anzeige