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Wespen: So werden Sie die Biester wieder los

Vorsicht beim Entfernen eines Wespennests
Wespennest entfernen - aber vorsichtig! © picture-alliance / dpa, Frank Kleefeldt

Wespen und wie man sie richtig vertreibt

Angstschweiß kann übrigens Angriffe auslösen. Dabei fliegen nur zwei der acht in Deutschland heimischen Wespenarten auf Cola, Grillgut und Kuchenstückchen. Die Gemeine und die Deutsche Wespe haben den Wespen insgesamt einen schlechten Ruf eingebrockt. Die Leidtragenden sind die Hornissen und die im Freien, in Büschen oder unter Vordächern nistenden Langkopfwespen, deren Nester oft vorsorglich ausgeräuchert werden.

An der Kaffeetafel und beim Grillen:

Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen.

Nur zwei der acht heimischen Wespenarten stehen auf Süßspeisen und Fleisch, nämlich Deutsche Wespe und Gemeine Wespe. Es ist sinnvoll, Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nach dem Essen sollte der Mund bei Kindern abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.

Nie direkt aus der Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken.

Wespen können von Gerüchen wie Parfum, Cremes, Holzmöbelpolitur oder ähnlichen Düften angezogen werden. Außerdem fliegen Sie gerne auf bunte Kleidung.

Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich Fliegengaze an Fenstern und Türen insbesondere den Küchen-, Bad- und Kinderzimmerfenster anzubringen.

Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Bleibt man auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.

Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen beziehungsweise diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.

Wespen können Holzverschalungen oder Holzverkleidungen leicht beschädigen, da sie das Holz als Grundstoff zum Bau ihrer Nester verwenden. Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Holzverkleidungen intakt bleiben, sollten Sie diese mit umweltfreundlichen Lacken und Farben regelmäßig pflegen.

Um Wespen, die sich ins Haus verirrt haben, wieder nach draußen zu bringen, wird ein Glas über die Wespe gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben.

Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Man kann das Nest dann gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es „nach Wespe riecht“. Wenn sich am oder in der Nähe des Hauses Wespen in einem Nest angesiedelt haben, ziehen Sie einen Experten zu Rate.

Hornissen genießen durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonderen Schutz. Werden Nester ohne Genehmigung zerstört oder umgesiedelt, kann es zu hohen Geldbußen kommen. Ist die Umsiedlung eines Hornissennestes notwendig oder nur eine Zerstörung sinnvoll, muss das bei der Stadt oder der Gemeinde beantragt werden.

Schnecken im Beet und im Garten

Schnecken lieben es feucht
Tipps gegen Schneckenplage © dpa, Frank Rumpenhorst

Jeder Hobbygärtner kennt das Problem mit der Schneckenplage. Im Frühling hat man den Gemüsegarten mit viel Mühe angelegt und viele, viele Blumen gepflanzt, doch schon bald findet man die ersten Schnecken, meist Nacktschnecken im Garten. Sie bevorzugen Blätter von Blumen und Gemüse wie Salat.

Schnecken im Garten können zur einer wahren Plage werden. Man ärgert sich sehr über die angefressenen Blumen, und der mit Fressstellen übersäte Kopfsalat ist auch weniger appetitlich. Damit die Plagegeister Ihr Leben nicht allzu schwer macht, haben wir einige Tipps gegen die Schleimer zusammengestellt.

Im Winter vorsorgen: Die Schnecken überwintern im Boden. Wird dieser aufgeharkt und es kommt auf diese Weise starker Frost in den Boden, sterben hierbei viele der Schnecken, da sie diese Temperaturen nicht überleben können.

Beim Samenkauf: Es gibt mittlerweile Gemüse- und Blumensamen, der gegen Schnecken resistent sein soll. Eine 100%ige Garantie kann niemand geben, aber diese Pflanzen mögen Schnecken nicht. Achten Sie daher auf den Samen.

Standort: Schnecken meiden einen sonnigen und trockenen Standort. Gemüsebeete und Blumen sollten daher möglichst sonnig stehen.

Morgens gießen: Die Beete sollten möglichst morgens gegossen werden, dann sehr stark. Wird abends stark gegossen, zieht das Schnecken besonders an, die sich in der kommenden Nacht mit den Pflanzen vergnügen.

Bretter in Beeten: Unter Brettern ziehen sich Schnecken, besonders Jungschnecken, gern zurück, da es hier dunkel und feucht ist. Ein Wenden der Bretter kann viel bewirken. Die dadurch aufgespürten Schnecken kann man direkt vernichten.

Schneckenzäune: Schneckenzäune halten ideal Schnecken ab und dienen zugleich als optische Trennungen im Garten.

Weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung und Vorbeugung von Schnecken sind die natürlichen Feinde der Schnecken, Moosextrakte, Schneckenkorn, die Schneckenfalle, die Bierfalle und Schneckengift.

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