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Wer heiratet wen? Studie zu Bildungsgrad und Partnerwahl

Heiratsstudie: Gleich und gleich gesellt sich gerne!
Heiratsstudie: Gleich und gleich gesellt sich gerne! 80 Prozent der Paare stammen aus einer Bildungsschicht 00:01:45
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Hochzeitsstudie: Worauf es uns bei der Partnerwahl ankommt

Wie heißt es doch so schön? Gegensätze ziehen sich an! Das gilt aber mittlerweile nicht mehr für die Ehe, denn: bei 80 Prozent der Hochzeiten haben die Partner eine vergleichbare Ausbildung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einkommen und auch da gesellt sich gleich und gleich gern. Doch warum ist das so?

Das Bild der Ehe hat sich gewandelt: Vor 60 Jahren hat er Karriere gemacht, sie den Haushalt. Er war der Chef in der Beziehung, sie höchstens die Chefsekretärin. Doch das ist heute anderes. Laut einer aktuellen Studie suchen Männer und Frauen eher einen Partner ihresgleichen. Bildung und Beruf – sie sind ein Fundament heutiger Beziehungen.

Knapp mehr als die Hälfte der Studienanfänger ist inzwischen weiblich. Viele Paare lernen sich dann in der Uni oder später im Beruf kennen. Die Psychologin Silvia Fauck erklärt, wenn Mann und Frau aus der gleichen Bildungsschicht heiraten, dann ist das auf jeden Fall praktisch. Man hat die gleichen Gesprächsthemen und wohlmöglich auch die gleichen Arbeitszeiten. Hinzu kommt das gleiche Einkommen.

Auf Partnerbörsen zeigt sich nach wie vor, dass Frauen keine schlechter gestellten oder weniger verdienenden Partner akzeptieren. Bei Männern hingegen ist es umgekehrt. Das Gehalt der Frau spielt für das vermeintlich starke Geschlecht keine Rolle. Ob moderne Ehen glücklicher oder unglücklicher sind als die früher, ist bislang nicht bekannt. Aber das hat jedes Paar letztendlich auch immer noch selbst in der Hand.

Unser Verhalten bei der Partnerwahl ist schlecht für die Gesellschaft

Das amerikanische Magazin 'Bloomberg Business Week' hat Daten aus 3,5 Millionen Haushalten ausgewertet und auch hier zeigt sich: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Arbeiter heiraten Arbeiter und Akademiker heiraten Akademiker. Für eine sozial gerecht aufgestellte Gesellschaft heißt das allerdings nichts Gutes. Denn die Auslese unter Gleichen vergrößert die Ungleichheit unter den Paaren.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat mit einer eigenen Studie das Forschungsfeld regional, auf Deutschland ausgerichtet, untersucht. Es wurden Daten genutzt, die bis in die 80er-Jahre zurückreichen. Neben dem Bildungsgrad der Paare, ist auch das Verhalten der Frauen auf dem Arbeitsmarkt nach der Hochzeit, untersucht worden. Das Ergebnis: In Ostdeutschland ist die Ungleichheit in der Gesellschaft größer, weil dort viele Frauen arbeiten. In Westdeutschland sind weniger Frauen erwerbstätig und dementsprechend ist Ungleichheit in entsprechenden Bundesländern weniger stark.

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