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Wenn Hilfe von außen nötig wird

Wenn Hilfe von außen nötig wird

Checkliste für die richtige Nachhilfe

Wenn die Fünf mehr als nur ein Ausrutscher ist, braucht es Hilfe. Und die gibt es eben in Form von Nachhilfe. Ihr Kind wird nicht in Freudengeschrei ausbrechen, denn es bedeutet zunächst nur eines: weniger Freizeit. Daher müssen sie gemeinsam die Entscheidung treffen, ob es an der Zeit ist, Hilfe von außen zu holen. Haben Sie sich gemeinsam entschieden, stehen Sie vor einer Riesenflut an Nachhilfeangeboten. Welche die Richtige für Ihr Kind ist, können Sie anhand dieser Checkliste herausfinden.

Eltern taugen nichts

Es weiß eigentlich jeder: Eltern sind die falschen Nachhilfelehrer. Ihnen fehlt die Distanz, die Ruhe, meist auch an Wissen und auf jeden Fall die Kenntnis der aktuellen Unterrichtsmethoden.

Chemie muss stimmen

Nur wenn ein Kind und Schüler den Nachhilfelehrer akzeptiert, kann die Aktion zum Erfolg führen. Für kleine Kinder ist oft eine ältere Person geeignet. Für Kinder ab der achten Klasse sind Oberstufenschüler und Studenten sinnvoll. Sie besitzen die notwendigen Kenntnisse, sind aber in den Augen von Jugendlichen noch nicht erwachsen und daher eher akzeptiert.

Nachhilfe ist keine Therapie

Wenn Ihr Kind an einer Lese-, Schreib-, oder Rechenschwäche leidet oder eine Teilleistungs- oder Aufmerksamkeitsstörung leidet, ist eine herkömmliche Nachhilfe nicht geeignet, um die Leistungen Ihres Kindes zu verbessern.

Pädagogen bevorzugt

Nachhilfelehrer müssen nicht unbedingt selbst Lehrer sein, pädagogisches Geschick ist aber hilfreich. Denn Schüler mit Defiziten sind oft verunsichert und blockiert.

Vertrauen hilft

Damit die Nachhilfe auch wirklich etwas bringt, muss ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Erst dann ist ein Kind bereit, Wissenslücken zuzugeben, nachzufragen, wenn es etwas nicht versteht und ist dann bereit, neuen Stoff aufzunehmen.

Es muss eine Ausnahme bleiben

Nachhilfe ist keine Hausaufgabenbetreuung. Nur wenn wirkliche Wissenslücken vorhanden sind, ist eine Nachhilfe sinnvoll. Sprechen Sie mit dem zuständigen Lehrer, um die Probleme einzukreisen. Vokabeln lernen z.B. sollte ein Schüler selbst erarbeiten. Bei anderen Dingen braucht es aber vielleicht Hilfe. Wenn möglich, ist der Nachhilfelehrer bei einem solchen Gespräch dabei. So kann er mögliche Lernmethoden mit dem Fachlehrer absprechen.

Die Dosis machts

Sinnvoll und erfolgreich ist eine Intensivkur. Jeden Tag zwei Stunden. Acht Wochen lang. So lassen sich große Lücken schnell füllen und der Schüler kann sich bald wieder selbst um seine Angelegenheiten kümmern.

Die Gefahr

Eine große Gefahr in Sachen Nachhilfe ist: Das Kind verlässt sich auf die außerschulische Unterstützung und kümmert sich nicht mehr selbsständig um seinen Schulstoff. Wenn Sie merken, dass es ohne Nachhilfe nicht geht, ist Ihr Kind überfordert und vielleicht nicht auf der richtigen Schulform.

Die Entwarnung

Wenn Ihr Kind schlechte Noten schreibt, muss nicht die erste Überlegung die Nachhilfe sein. Es kann sich meistens aus eigener Kraft verbessern. Dafür braucht es Struktur. Besprechen Sie mit Ihrem Kind einen Plan, den Sie dann aber auch konsequent kontrollieren sollten.

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