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Wenn eine Scheidung glücklich macht

Beziehungsroutine wird unerträglich

Ihr Mann hat sie nie schlecht behandelt, doch die spröde Beziehungsroutine wurde für Petra unerträglich. Zehn Jahre war die 41-Jährige verheiratet, hat mit ihrem Mann zwei Kinder und ein schönes Zuhause. Dennoch steckt sie in der Sinnkrise.

Wenn eine Scheidung glücklich macht
© Fotolia Deutschland, redhorst - Fotolia

"Ich habe gedacht, das ist der richtige Mann und das hält ewig", sagt sie im RTL-Interview. "Doch mit der Geburt der Kinder hat sich meine Situation komplett geändert, ich war nicht mehr berufstätig und dementsprechend hat sich auch die Ehe verändert. Mein Ex-Mann war als Hauptverdiener selten zu Hause und ich habe mich oft allein gefühlt."

Häufige Gründe für Trennungen seien, dass Frauen sich nicht gesehen und die Männer nicht respektiert und anerkannt fühlen. "Die Frauen geben und geben, hoffen dabei, dass sie irgendwann etwas zurückbekommen", erklärt Psychologin Nina Zucker. "Aber der Mann merkt gar nicht, dass es ein Ungleichgewicht gibt."

Viele Frauen warten sehr lange, bevor sie sich trennen. Dabei spielt die Angst vor dem Alleinsein und vor dem Versagen eine große Rolle. Es ist für viele schwierig, zuzugeben, dass sie den Wunsch nach einer Kleinfamilie nicht erfüllen konnten. Letztendlich zieht Petra einen Schlussstrich, als sie bemerkt, wie sehr ihre Kinder unter der Situation leiden.

Oft beschuldigen sich die Partner am Ende einer Beziehung gegenseitig, weiß Psychologin Nina Zucker. Es sei wichtig und befreiend, wieder auf sich zu schauen und die Verantwortung zu übernehmen. Dass der Partner für das eigene Glück zuständig ist, ist nämlich ein Irrglaube.

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