Weltmännertag: Elf bemerkenswerte Fakten über Männer

Warum leben Männer eigentlich kürzer als Frauen?

Am 3. November ist Weltmännertag. Weltmännertag? Wozu braucht man den? Er ist eine Erfindung beunruhigter Andrologen und wurde im Jahr 2000 zum ersten Mal ausgerufen, um Männer zu animieren, gesünder zu leben. Denn in den Industrieländern haben sie im Schnitt eine um sieben Jahre geringere Lebenserwartung als Frauen. Die Gründe dafür liegen im Lebenswandel - Ernährung, Trinkverhalten und so weiter. Hier elf bemerkenswerte Fakten über das angeblich starke Geschlecht.

Weltmännertag: Elf bemerkenswerte Fakten über Männer
Überraschend: Die Männer sind Studien zufolge romantischer als Frauen © soschoenbistdu

Von Christiane Mitatselis

Viel Qualm

1. Männer qualmen auch im Zeitalter der Geschlechter-Gleichberechtigung mehr als Frauen. In Deutschland rauchten im vergangenen Jahr etwa 30 Prozent der Erwachsenen. In der männlichen Bevölkerung lag der Raucherschnitt bei 33, in der weiblichen bei 27 Prozent.

2. Die meisten männlichen Raucher leben in Mecklenburg-Vorpommern, wo 41 Prozent der Männer rauchen, die wenigsten in Bayern und Baden-Württemberg (30).

Gut im Fleisch

3. Vegan leben ist in und, Fleischverzicht ein gesunder Trend - vor allem unter Frauen. Von den fast sieben Millionen Vegetariern, die es hierzulande gibt, ist nur ein Drittel männlich.

4. Im vergangenen Jahr verschlangen die deutschen Herren im Schnitt pro Woche 1,1 Kilo totes Tier, die Frauen nur 600 Gramm. Männer überbieten damit den Wert, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Orientierung angibt, um das Doppelte.

5. Genauso ungesund ist das männliche Trinkverhalten. Jeder dritte Mann zwischen 18 und 64 Jahren hat laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen problematischen Alkoholgenuss, aus dem sich eine Abhängigkeit entwickeln kann. Bei den Frauen sind es nur neun Prozent.

Große Romantiker

6. Wer hätte das gedacht? Männer sollen größere Romantiker sein als Frauen. Das behaupten jedenfalls Partnerschaftsberater, die dazu empirische Studien durchgeführt haben. Ein Ergebnis: Männer lassen sich eher von romantischen Klischee-Vorstellungen leiten als Frauen, die zwar gern kitschige Filme sehen oder Bücher lesen, jedoch davon ausgehen, dass es im wahren Leben weniger rosig zugeht.

7. Dazu passt eine Umfrage, die eine deutsche Partnervermittlung unter Männern durchführte. 90 Prozent der Befragten gaben darin an, sie glaubten daran, mit der Liebsten bis ans Ende ihrer Tage glücklich sein zu können.

Scheidungsopfer

8. Männer, deren Vorstellungen von großer Liebe besonders rosarot verklärt sind, werden häufiger verlassen als nüchternere Exemplare. Erstere neigen dazu, auch das haben Partnerschaftsexperten ermittelt, in einer Beziehung taten - und wortlos glücklich sein zu wollen. Da ihrer Meinung nach so viel Gefühl da ist, tun sie nichts mehr für die Beziehung. Nach dem Motto: Reden, etwas unternehmen, verreisen? Wozu? Wir lieben uns doch! So langweilen sie ihre Frauen, die irgendwann genug haben von den trägen Romantikern - und gehen.

9. Generell sind es in Deutschland häufiger Frauen, die die Scheidung einreichen, mit 56 Prozent liegen sie vorn.

Tollpatschige Fremdgänger

10. Die Männer des 21. Jahrhunderts gehen weniger fremd als Frauen. Das hat zumindest eine britische Dating-Agentur ermittelt, in deren Umfrage 25 der Frauen angaben, sie hätten gegen gelegentliche Seitensprünge nichts einzuwenden. Bei den Männern waren es nur neun Prozent. Diverse andere Studien bestätigen diese Tendenz.

11. Obendrein stellen sich Männer tollpatschiger an und werden häufiger beim Fremdgehen ertappt als Frauen, die einerseits geschickter im Vertuschen sind. Und sich andererseits weniger leicht belügen lassen. In Zahlen drückt sich das so aus: Laut einer Göttinger Studie fliegen 63 Prozent der untreuen Männer auf - und nur 58 Prozent der Frauen.

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