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Welche Haarpflege bei welchem Wasserhärtegrad?

Schöne, glänzende Haare trotz hartem Wasser
Schöne, glänzende Haare trotz hartem Wasser So trotzen Sie dem Wasserhärtegrad 00:03:38
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So beeinflusst der Wasserhärtegrad unser Haar!

Wo Sie wohnen bestimmt, wie gut Ihre Haarpflege wirkt. Das klingt erstmal merkwürdig, hat aber mit dem Wasserhärtegrad zu tun. Dieser ist von Region zu Region verschieden - und hat tatsächlich Auswirkungen auf unsere Haare. Welche das sind und wie Sie die mit ein paar ganz einfachen Hausmitteln in den Griff bekommen, zeigen wir Ihnen.

Wie Sie Ihren Wasserhärtegrad mit einem einfachen Trick bestimmen können, weiß Friseurmeisterin Irene Panse: "Wenn das Shampoo sehr stark schäumt, dann habe ich ein weiches Wasser. Und wenn es wenig schäumt oder gar nicht, dann ist die Wasserhärte höher."

Generell gilt: Je mehr Mineralien im Leitungswasser sind, desto härter ist es. Ab einem Härtegrad von 14 sind viele Metalle und Calcium im Wasser. Das Wasser ist kalkhaltig und gilt als hart. Und genauso ist es dann auch zu unserem Haar:"Hartes Wasser bedeutet, dass es glanzlos werden kann, dass es stumpf ist, dass es frisierunwillig ist. Häufig ist es elektrisch. man kommt nicht klar, man hat keinen schönen Fall", erklärt die Expertin.

Als weich gilt Wasser, wenn es unter einem Härtegrad von 7,3 liegt. Hier ist weniger Kalk enthalten. Das Haar glänzt mehr - hat dafür aber oft weniger Volumen: "Wenn ich in einer Stadt lebe, wo Wasser sehr weich ist, habe ich einmal den Vorteil, dass ich weniger Shampoo brauche, weil es ja schneller schäumt. Der Nachteil ist, dass ich länger spülen muss, weil ich es schwerer ausgespült bekomme. Und bei manchen Kunden ist es auch ein Nachteil, dass die Frisur dann zu weich ist. Bei manchen zu weich, dann kann man die Haare auch nicht legen. Man muss am besten genau das Mittelmaß finden, damit die Haare den besten Halt und Glanz bekommen", so Irene Panse.

Auf den meisten Internetseiten der zuständigen Stadtwerke kann man nachsehen, mit welchem Wasser man sich selbst eigentlich wäscht. In vielen Stadtteilen Kölns zum Beispiel ist das Wasser hart. Die vielen Mineralien rauen die Schuppenschicht des Haares auf - das Haar wirkt oft spröde, trocken und Colorationen waschen sich schneller aus. Unser Tipp: Unbedingt Conditioner oder Haarmasken verwenden, die Feuchtigkeit spenden.

Anders in Bremen: Hier ist das Wasser fast überall weich. Das bedeutet: Mehr Glanz. Aber: das Shampoo lässt sich nicht so gut ausspülen. Durch die Rückstände ist das Haar schwerer und hat weniger Volumen

Unser Tipp: Hier verbessern Peeling-Shampoos die Reinigungskraft und das Volumen.

Hausmittel für glänzende Haare

"Das Haar gewöhnt sich nie an das Wasser", weiß die Expertin. Hilfreich können schon einfache Hausmittel sein. Ganz egal ob hartes oder weiches Wasser sorgen sie dafür, dass die Chemie wieder stimmt.

Tipp 1:

Durch die Mischung aus Zitronen-Saft,

Zitronen-Konzentrat, Essig und Zitronensäure entsteht eine sauer eingestellte Spülung, die das Haar neutralisiert!

Sie benötigen:

2 El Zitronensaft

1 El Zitronenkonzentrat

2 El Essig

1 Msp. Ascorbinsäure

1 Liter destilliertes Wasser

Tipp 2:

Das Gleiche funktioniert mit herkömmlichem Tee. Das Gemisch aus Wasser und der Gerbsäure des Tees neutralisiert die Rückstände. Bei hartem und bei weichem Wasser. Welche Sorte Sie wählen sollten, hängt von Ihrer Haarfarbe ab: Kamille für blondes, Roibosch für rötliches und schwarzen Tee für dunkles Haar.

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