Weil Vater todkrank ist: Baby früher auf die Welt geholt

Vater stirbt kurz nach der Geburt seiner Tochter
Vater stirbt kurz nach der Geburt seiner Tochter Wie sein größter Wunsch noch in Erfüllung ging 00:02:23
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Vater stirbt eine Woche nach der Geburt seiner Tochter

Es sind nur wenige Fotos, die die kleine Amba zusammen mit ihrem Vater zeigen. "Ich hätte gerne mehr Erinnerungen von den beiden zusammen. Aber dazu kam es nicht mehr", sagt Joanne Colemann, Ambas Mutter. Dass es überhaupt die gemeinsamen Bilder gibt, grenzt fast an ein Wunder. Denn Ambas Geburt wurde früher eingeleitet, damit Vater Garys größter Wunsch in Erfüllung geht: Einmal sein kleines Baby im Arm zu halten.

Vor zwei Jahren entdecken Ärzte einen Tumor bei Gary. Sie beginnen sofort mit einer Chemotherapie. Und die schlägt tatsächlich an: Nach zwölf Wochen ist der Tumor so klein, dass er operativ entfernt werden kann. Doch die Strahlung hat ihre Schattenseiten: Gary wird unfruchtbar. Der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind scheint für immer unerfüllbar - bis Joanne nach einem Portugal-Urlaub plötzlich mit Übelkeit ins Krankenhaus kommt: Sie ist schwanger!

Doch die Freude über die gute Nachricht wird nur einige Wochen später getrübt von einer viel schlimmeren: Bei Gary ist der Krebs zurück. Joanna befindet sich in einem unglaublichen Gefühlskarussell: "Das war eine echt harte Zeit! Die Menschen gratulieren dir zur Schwangerschaft, um dann ihr Mitleid zu bekunden, weil dein Freund unheilbar krank ist!"

Dem Paar läuft die Zeit davon, denn Gary geht es immer schlechter. Weil sie Angst haben, dass er die Geburt nicht mehr erlebt, trifft Joanne ein Entscheidung: Sie lässt den Geburtsvorgang künstlich einleiten. Kurz darauf sieht Gary zum ersten Mal seine Tochter - und sein größter Wunsch geht in Erfüllung: Einmal sein kleines Baby im Arm zu halten. Eine Woche später stirbt Gary. Doch von ihm ist viel mehr geblieben als ein paar Fotos im Wohnzimmer.

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