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Weil ein Bissen tödlich sein kann: Brauchen wir mehr Allergiehinweise auf Lebensmitteln?

Wenn ein Bissen tödlich sein kann
Wenn ein Bissen tödlich sein kann Oft fehlen Allergiehinweise auf Lebensmitteln 00:02:44
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So hart ist der Alltag mit einer Lebensmittelallergie

Gut sechs Millionen Menschen müssen hier in Deutschland höllisch aufpassen, was sie essen. Spuren von Milch, Ei, oder Nüssen können bei ihnen zu einem allergischen Schock führen. Todesangst beim Essen kennen einige dieser Menschen sehr gut. In den letzten zehn Jahren sind wegen solcher Fälle siebenmal mehr Patienten in der Notaufnahme gelandet, als davor. Einkaufen, Essen gehen - bei all dem müssen sie sehr aufmerksam sein. Deshalb müssten die Lebensmittel besser gekennzeichnet werden, finden nicht nur Allergiker.

Hersteller müssen die 14 häufigsten Allergene auf Verpackungen deutlich hervorheben

Wenn Claudia Wiggering einkaufen geht, kann ein Produkt für sie lebensgefährlich werden: Erdnüsse. Denn die junge Frau reagiert allergisch darauf, schon geringste Mengen reichen aus, um einen lebensbedrohlichen Schock auszulösen. Seit ihrem dritten Lebensjahr reagiert die junge Frau aus Bochum stark allergisch auf Erdnüsse. Die Erkrankung ist im Laufe der Jahre schlimmer geworden. Einkaufen ist für sie zeitraubend, denn sie muss die Zutatenliste genau lesen. Seit gut zwei Jahren ist es für Hersteller Pflicht, die 14 häufigsten Allergene auf den Verpackungen deutlich hervorzuheben, auch die Erdnuss. Geregelt sind also die Zutaten, aber nicht die Allergen-Spuren, die Produkte enthalten können.

Und dafür setzt sich Sabine Schnadt vom Deutschen Allergie- und Asthmabund ein, wie sie im Video erklärt. Denn die Angabe ist bisher für die Lebensmittelunternehmen freiwillig und so für Allergiker verwirrend. 'Kann Spuren enthalten', 'Kann Anteile enthalten' - viele Formulierungen, die am Ende nichts darüber aussagen, wieviele Nüsse oder andere Allergene im Produkt tatsächlich enthalten sind.

Nun soll eine einheitliche Grenze festgelegt werden, ab wann Spuren deklariert werden müssen. Egal ob beim Bäcker oder beim Metzger, auch bei nicht verpackter Ware ist inzwischen die Allergie-Kennzeichnung Pflicht. Für jedes Brötchen oder Teilchen muss es einen Allergiehinweis geben.

Eine Erdnuss gibt es bei Claudia Wiggering nur noch als Radiergummi - eine Art Erklärhilfe für Auslandsreisen. Die Gummi-Erdnuss gehört deshalb in den Beutel mit den Notfallmedikamenten. Denn trotz allem Risiko will die junge Mutter ein möglichst normales Leben führen. Deshalb ist für sie eine vernünftige Kennzeichnung lebenswichtig.

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