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Weihnachtsgeschenke: Wie werden Eltern den Kinderwünschen gerecht?

Wenn die Wünsche kein Ende nehmen

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Insbesondere bei Kindern kann der Wunschzettel da schon mal länger werden als den Eltern lieb ist. Eine beliebte Methode in einer solchen Situation: Die Schuld einfach auf den Weihnachtsmann schieben. Der könne so viele Geschenke ja gar nicht auf seinem Schlitten transportieren!

Weihnachtsgeschenke: Wie werden Eltern Kinderwünschen gerecht?
Geschenke zu Weihnachten: Wie geht man mit Kinderwünschen um? © picture alliance / Bildagentur-o

Doch ist das wirklich der richtige Weg? Psychologin Sabine Wery von Limont ist der Meinung, dass Kinder schon früh lernen sollten, dass es auch beim Wunschzettel Regeln gibt. "Man kann natürlich anfangen und mit einem fünfjährigen Kind über Handys diskutieren. Man kann aber auch einfach sagen: 'Nein'. Das fällt mittlerweile vielen Eltern sehr schwer und sie erklären sich in epischer Breite, in der Hoffnung, dass die Kinder das verstehen. Aber Kinder wollen einfach etwas - und Punkt", so die Expertin. "Und dann geht es darum zu sagen, was geht und was nicht."

Außerdem sei es wichtig, in der Vorweihnachtszeit mit dem Kind das Wort "Wunsch" zu definieren. "Ein Wunsch ist ja kein Befehl, sondern es beinhaltet etwas, das sein kann, aber auch nicht sein kann. Wenn sich das Kind über diese Komponente im Klaren ist, dann kann es sich überlegen, was ihm wirklich wichtig ist", so Sabine Wery von Limont.

Unser Tipp: Eltern können auch Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen verschenken. Das kostet eher wenig und Kinder lernen so, dass man nicht nur Dinge, sondern auch Zeit verschenken kann!

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