Wehenschwäche: Ursachen und Abhilfe

Wehen: Wann sollte ich ins Krankenhaus fahren?
Wehen: Wann sollte ich ins Krankenhaus fahren? Ab in die Klinik 00:02:04
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Bald muss es so weit sein! Sie nähern sich der 40. SSW und blicken der Geburt Ihres Sprosses bereits sehnsüchtig entgegen, doch die Wehen wollen nicht richtig einsetzen? Dann könnte eine Wehenschwäche vorliegen. Was das ist und was die Ursachen dafür

Die ersten Übungswehen haben Sie bereits hinter sich und Sie wissen: Bald geht’s los! Tatsächlich setzen die Wehen auch ein, doch sind sie nicht ein bisschen zu schwach und zu kurz? Liegt es vielleicht an einer Wehenschwäche? Wir klären auf.

Wehenschwäche: Was ist das?

Unter Wehenschwäche versteht man zu kurze und schwache Wehen, die den Geburtsvorgang gar nicht erst einleiten oder maßgeblich verzögern. Hierbei unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Wehenschwäche.

Während bei der primären Wehenschwäche der Geburtsvorgang oft erst gar nicht richtig in Gang kommt, kann es bei der sekundären Wehenschwäche zunächst zu normal ausgeprägten Wehen kommen, die aber immer schwächer werden, sodass der Geburtsverlauf verzögert wird oder gar komplett zum Stillstand kommt.

Ursachen für Wehenschwäche

Primäre Wehenschwäche:

Die Ursache kann darin liegen, dass die Frau nach ihrer letzten Geburt sehr schnell wieder schwanger geworden ist. Hier hatte die Gebärmutter wahrscheinlich zu wenig Zeit sich wieder zurückzubilden und „neue Stärke“ aufzubauen. Das führt dann zu einer verminderten Muskelkontraktion und in der Folge zu weniger starken Wehen.

Eine andere Ursache kann die Überdehnung der Gebärmutter sein. Bekommen Sie zum Beispiel Zwillinge, ein sehr großes Baby oder haben sehr viel Fruchtwasser, kann es zur Überdehnung der Gebärmutter kommen.

Sekundäre Wehenschwäche:

Bei der sekundären Wehenschwäche kann Erschöpfung der Grund sein. Hat die Geburt bereits sehr lange gedauert, können verminderte Muskel-Kontraktionen die Folge sein und die Geburt kommt zum Stillstand.

Ein weiterer Grund könnte eine volle Blase während der Geburt sein, die sich wehenhemmend auswirkt.

Auch ein zu enges Becken kann dazu führen, dass die Wehen nachlassen. In der Regel muss hier ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Wehenschwäche: Was tun?

Was hilft also bei Wehenschwäche? Bei der primären Wehenschwäche können Sie selbst versuchen, die Wehen in Gang zu setzen. Sex oder scharfes Essen kann hier hilfreich sein. Auch ein warmes Bad soll wehenfördernd wirken.

Sollte das jedoch nicht wirken, muss der Arzt ab einem gewissen Zeitpunkt die Geburt eingeleiten. Dabei gibt er Ihnen per Infusion wehenfördernde Mittel, die für das Einsetzen der Wehen sorgen.

Bei der sekundären Wehenschwäche können das Entleeren der Blase sowie Schlaf und/oder Nahrungsaufnahme helfen, um zu neuer Kraft zu kommen. Auch leichte Bewegung und sanfte Massagen können den Wehen wieder auf die Sprünge helfen.

Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, können auch hier entsprechende Medikamente helfen.

Wenn nichts mehr geht: Kaiserschnitt

Sollte die Geburt vollständig zum Erliegen kommen oder erst gar nicht begonnen haben, kann es sein, dass das Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden muss, damit Mutter und Kind nicht gefährdet werden.

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