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Wehen veratmen: So wird die Geburt weniger schmerzhaft

Bild: Frau veratmet Wehen im Kreissaal
Wehen veratmen kann die Geburt für Mutter und Kind erleichtern © Getty Images, Kangah

Wehen veratmen: Warum eigentlich?

Schon vor der Geburt lernt man: während den Wehen immer schön atmen. Auch in Filmen sieht man gebärende Frauen ‚hecheln‘. Das Wehen veratmen ist so eine gewöhnliche Praxis während der Geburt, dass man vergisst zu hinterfragen, warum die richtige Atmung beim Gebären überhaupt so wichtig ist.

Wehen veratmen für ausreichend Energie und Sauerstoff

Ist Stresssituation tendiert unser Körper oft dazu Dinge zu tun, die wir nicht wollen, aber auch nur bedingt kontrollieren können. So auch bei der Geburt:

Treten die Geburtswehen ein, leidet die Gebärende unter Schmerzen, hat möglicherweise Angst und ist gestresst. Die Atmung wird flacher und schneller. Oft kommt Hyperventilation hinzu. Hier wird mehr Sauerstoff eingeatmet, als der Körper benötigt. Es können Schwindel, Übelkeit, Taubheit von Gliedmaßen und Verkrampfung der Muskulatur auftreten. Das Ganze kostet den ohnehin schon angestrengten Körper unnötig viel Energie und hier kommen wir zum Wehen veratmen!

Mit dem Veratmen stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Energie gut haushalten und außerdem dafür sorgen, dass Ihr Baby die gesamte Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Wehen veratmen während der Eröffnungsphase

In der Eröffnungsphase bereitet sich Ihr Muttermund auf die bevorstehende Geburt vor und dehnt sich. Hier wird noch nicht gepresst. Entsprechend sollten Sie Ihre Atmung wie folgt anpassen:

Hier ist wichtig, dass Sie Ihre Wehen mit langen, tiefen Atemzügen veratmen. Atmen Sie ein und etwa drei Mal so lange wieder aus, bis Ihre Lunge gänzlich geleert ist. Das ganz erfordert etwas Konzentration, da Sie jederzeit durch die Schmerzen und den Stress abgelenkt werden können. Hier können Sie sich selber kontrollieren, indem Sie Geräusche beim Ausatmen machen. Das kann ein Stöhnen sein, aber auch ein langes Aaaaaaaaaah oder Oooooooooh.

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Schmerz lass nach: Wie fühlen sich Wehen an? Geburt 00:01:22
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Wehen veratmen in der Austreibungsphase

Nach den Eröffnungswehen kommen die Presswehen. Ihr Körper ist nun bereit für die eigentliche Geburt Ihres Babys. Jetzt heißt es pressen, pressen, pressen! Hier können Sie mit der Atmung unterstützen.

Hier können folgende Atemtechniken helfen:

Wenn Sie merken, dass eine Wehe im Anmarsch ist, nehmen Sie einen tiefen Atemzug. Wenn es dann ans Pressen geht, langsam ausatmen und pressen.

Eine andere Atemübung für die Geburt ist während des Pressens die Luft anzuhalten und so die Presswehe zu unterstützen. Achten Sie hier drauf, dass Sie den Atem nicht in Ihren Rachen drücken, sondern in den Unterleib. Nach der Presswehe weiter tief ein- und ausatmen.

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Wehen sehr kraftraubend sein können und Sie vermutlich immer wieder ans Aufgeben denken werden. Hier sollten Sie sich immer wieder in Erinnerung rufen, was Sie am Ende dieser Strapazen erwartet: Ihr ganz persönliches Glück!

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