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Wehen: So fühlen sich Übungswehen an

5 Anzeichen, an denen du Übungswehen erkennst
5 Anzeichen, an denen du Übungswehen erkennst Wie fühlen sich Übungswehen an? 00:01:02
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Wer schwanger oder bereits Mutter ist, wird es bestätigen: Während der Schwangerschaft wird der Bauch hin und wieder hart. Es besteht aber kein Grund zur Sorge, denn dabei handelt es sich um Übungswehen, die völlig normal sind. Wir erklären den Unterschied zu richtigen Wehen.

Wer schwanger oder bereits Mutter ist, wird es bestätigen: Während der Schwangerschaft wird der Bauch hin und wieder hart. Es besteht aber kein Grund zur Sorge, denn dabei handelt es sich um Übungswehen, die völlig normal sind. Wir erklären den Unterschied zu richtigen Wehen.

Übungswehen dienen der Vorbereitung der Gebärmutter auf die Geburt. Die Gebärmutter zieht sich zusammen und sorgt damit für einen harten Bauch. Diese Kontraktionen werden auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt.

Neben dem Training der Gebärmutter haben Übungswehen aber auch eine weitere Funktion: Ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche bewegen diese Übungswehen das Kind in die richtige Gebärposition.

Ab wann kann man mit Übungswehen rechnen?

In seinem Buch „On the contractions of the uterus throughout pregnancy. Their physiological effects and their value in the diagnosis of pregnancy” erklärt der britische Arzt John Braxton Hicks, dass Übungswehen ab etwa dem dritten Monat auftreten können, zu diesem Zeitpunkt jedoch in der Regel unbemerkt bleiben.

Ab der 20. bis 25. Schwangerschaftswoche kann die Schwangere die Gebärmutterkontraktionen dann spüren.

So fühlen sich Übungswehen an

Bei Übungswehen, auch Schwangerschaftswehen genannt, wird der Bauch für etwa eine Minute hart. Das kann mehrmals am Tag und auch mehrmals innerhalb einer Stunde passieren. Sie bewirken allerdings nicht das Öffnen des Muttermundes, verkürzen nicht den Gebärmutterkanal und leiten auch nicht die Geburt ein. Charakteristisch ist, dass diese Wehen unregelmäßig sind. Die Gebärmutter übt dabei für die Geburt. Diese Wehen bleiben auch den Rest der Schwangerschaft erhalten. Weitere Unterschiede von Übungswehen und Geburtswehen:

Übungswehen sind im Gegensatz zu Geburtswehen schmerzlos. Druck oder Schmerzen im Unterbauch oder im Rücken sollte bei Übungswehen nicht auftreten.

Blutungen oder Ausfluss treten bei Übungswehen nicht auf, während bei Geburtswehen ein schleimiger eventuell etwas blutiger Pfropf abgeht.

Wann soll ich zum Arzt gehen?

Wenn Sie drei bis vier Wehen in der Stunde oder mehr als zehn schmerzhafte Wehen am Tag spüren, könnte es sich um echte Wehen handeln. Vor allem, wenn die Schwangerschaft schon recht weit fortgeschritten ist, kann dies der Fall sein. Sollten Sie also Schmerzen haben oder eine Regelmäßigkeit im Auftreten der Wehen feststellen, melden Sie sich bei Ihrem Arzt oder bei der Hebamme. Im schlimmsten Fall öffnet sich der Muttermund und eine verfrühte Geburt setzt ein.

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