Wegen Schwangerschaftsstreifen beleidigt: Offener Brief einer fünffachen Mutter

Tanis Jex-Blake schreibt einen offenen Brief

Weil sie am Strand von Jugendlichen wegen ihrer Schwangerschaftsstreifen übel beleidigt wurde, hat eine fünffache Mutter aus Kanada einen offenen Brief geschrieben und ihn jetzt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Das dazugehörige Foto zeigt den Bauch von Tanis Jex-Blake, den Stein des Anstoßes.

Schwangerschaftsstreifen
Tanis Jex-Blake schreibt einen offenen Brief

Die 33-Jährige war Ende Juli am Alberta Beach in der Nähe der kanadischen Stadt Edmonton schwimmen – zum ersten mal seit 13 Jahren, berichtet die ‚Daily Mail‘. Sie trug einen pinkfarbenen Bikini und versteckte ihren Bauch nicht. Genau das gefiel einer Gruppe Teenager ganz und gar nicht. Sie fingen an, die Mutter auszulachen und zu beleidigen. Auch versprachen sie ihr, sie vom Strand zu schmeißen, weil sie sich wegen ihrer Schwangerschaftstreifen belästigt fühlten. Sie ließ sich zwar nicht unterkriegen, doch zu Hause schrieb sie diesen Brief, der derzeit die sozialen Medien erobert und auf sehr viel Zuspruch stößt:

„Es tut mir leid, dass mein Bauch nicht dünn und straff ist. Es tut mir leid, dass mein Bauch voller Schwangerschaftsstreifen ist. Was mir aber NICHT leidtut, ist die Tatsache, dass mein Körper FÜNF fabelhafte, gesunde, intelligente, schlicht wundervolle Kinder jeweils neun Monate lang beschützte und ihnen ein Zuhause gab. Es tut mir leid, dass mein 33 Jahre alter Körper für euch der Anlass zahlloser Beleidigungen war. Aber als ich eure straffen, jungen Körper sah, fragte ich mich: WAS habt ihr in eurem Leben denn schon geschafft? (...) Ich hoffe nur, dass ihr eines Tages versteht, dass ein Bauch wie dieser kein Grund zum Schämen ist, sondern etwas, worauf man stolz sein kann.“

Ob die Jugendlichen den Brief gelesen haben oder nicht: Es wäre ihnen zu wünschen.

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