Wechselwirkungen: Lebensmittel können Medikamente beeinflussen

05.01.13 17:03
Medikamente und Lebensmittel: Überraschende Wechselwirkungen
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So werden Medikamente keine bitteren Pillen

Wer Medikamente einnehmen muss, sollte auch darauf achten, was er isst und trinkt. Denn bei jedem achten Arzneimittel kann es zu Wechselwirkungen von Medikamenten mit Lebensmitteln kommen. Das kann die Medikamente unwirksam oder sogar schädlich machen. Mit diesen Tipps werden keine bitteren Pillen aus Ihrer Arznei. Sie sollten die Wechselwirkungen von Medikamenten prüfen.

Speisen und Getränke können die Wirkung von Medikamenten auf vielerlei Weise beeinflussen: Sie können sie erhöhen, herabsetzen oder Medikamente sogar ganz unwirksam machen. Es gibt rund 50.000 Medikamente, die Wechselwirkungen mit Lebensmitteln eingehen können.

Für Menschen, die nur hin und wieder eine Tablette oder ein sonstiges Präparat einnehmen, sind Wechselwirkungen eher zu vernachlässigen. Aber gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten Ihre Ernährung mit der Arzneimittel-Einnahme abstimmen.

Generell gilt: Tabletten sollten Sie immer mit Wasser einnehmen. Am besten übrigens mit Leitungswasser, weil das weniger Salze enthält. Dabei sollten Sie nicht nur einen Schluck, sondern besser ein Glas Wasser bei der Einnahme trinken, damit die Tablette auch wirklich runtergespült wird und nicht in der Speiseröhre stecken bleibt. Aus diesem Grund sollten Sie die Tablette auch nie im Liegen einnehmen.

Menschen mit chronischen Erkrankungen müssen besonders aufpassen

Und: Je mehr Sie trinken, desto besser löst sich die Tablette auf und umso schneller wirkt sie. Kaffee und vor allen Dingen Milch können die Aufnahme des Wirkstoffes verhindern (etwa bei Schilddrüsen-Medikamenten). Unbedingt verzichten sollte man auf die Einnahme mit Alkohol. Hier können gefährliche Wechselwirkungen entstehen.

Schon ein wenig Alkohol kann zu Reaktionseinschränkungen oder einer Verstärkung der Medikamentenwirkung führen. Auch Milch oder Säfte können die Wirkung des Präparats stark beeinflussen.

Auch wenn es manchmal schwer fällt, die Pille zu schlucken, sollten Sie die Medizin nicht zerteilen. Denn manche Tabletten sollen sich erst im Körper auflösen. Eine zerbrochene Tablette kann die Wirkung mindern.

Zur Sicherheit sei noch einmal erwähnt, dass die Lektüre des Beipackzettels Pflicht ist. Patienten begeben sich bei Missachtung der Hinweise mitunter in Lebensgefahr.

Und so verstehen Sie den Beipackzettel richtig: Die Medizin 'vor dem Essen' einnehmen bedeutet, etwa 30 Minuten vor der Nahrungsaufnahme die Tablette zu nehmen. Auf leeren Magen wirken Medikamente schneller. Manche Präparate, die ihre Wirkung erst im Darm entfalten sollen, müssen dafür einen leeren Magen durchwandern.

'Mit der Mahlzeit' bedeutet tatsächlich mit dem Essen. Dabei ist es egal, ob sie die Medizin fünf Minuten vor oder nach dem Essen einnehmen. Wichtig ist nur, dass die Tablette die Chance erhält, mitsamt dem Speisebrei den Magen zu durchwandern. Denn manche Medizin schadet der Magenschleimhaut und der Speisebrei schützt diese.

'Nach dem Essen' bedeutet mindestens zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Grund: Manche Lebensmittel behindern die Wirkstoffaufnahme.

Wenn Sie einmal vergessen haben, die Medizin zu nehmen, keinesfalls beim nächsten Mal die doppelte Menge nehmen. Lieber den Arzt ansprechen oder in der Apotheke nachfragen.

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