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Wechseljahresbeschwerden: Was hilft bei Hitzewallungen & Co.?

Wechseljahre
Unsere Tipps helfen bei Beschwerden in den Wechseljahren

So lindern Sie Wechseljahresbeschwerden

Während der Wechseljahre stellen die Eierstöcke allmählich die Hormonproduktion ein. Es wird immer weniger Östrogen und Gestagen gebildet. Der Monatszyklus kommt zunehmend aus dem Rhythmus, bis die Regelblutung schließlich ganz aufhört. Der Begriff Klimakterium leitet sich vom griechischen Wort "Stufenleiter" ab und umfasst verschiedene Phasen der Wechseljahre:

Klimakterium präcox

Letzte Regelblutung vor dem 40. Lebensjahr, beispielsweise wegen der Entfernung von Gebärmutter oder Eierstöcken.

Prämenopause

Zeitspanne vom 40. Lebensjahr bis zur letzten Regelblutung, der so genannten Menopause. Bis zur letzten Menstruation besteht immer noch die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

Perimenopause

Einige Jahre vor der letzten Regelblutung und das Jahr danach. Hier setzen meist Wechseljahrbeschwerden ein.

Postmenopause

Beginnt ein Jahr nach der Menopause und dauert etwa bis zum 70. Lebensjahr.

Wechseljahrsbeschwerden des Körpers

Was passiert bei Hitzewallungen?

Hitzewallungen, manchmal auch fliegende Hitze genannt, sind Störungen der Körpertemperaturregelung im Gehirn. Diese Störungen werden durch Schwankungen des Östrogenspiegels ausgelöst. Der Körper bekommt falsche Temperatursignale und reagiert mit Weitstellung der Gefäße, Erhöhung des Pulsschlags und Schweißausbrüchen. Im Anschluss an die Hitzewallung frösteln viele Frauen.

Symptome von Hitzewallungen sind oft auch Schlafstörungen: Die Schweißausbrüche wecken entweder auf oder lassen die betroffenen Frauen erst gar nicht zur Ruhe kommen.

Tipp: Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelschalenprinzip, also ziehen Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander an, die Sie bei Hitzewallungen ausziehen können. Greifen Sie zu einem ungewöhnlichen Accessoire und tragen Sie einen Fächer bei sich. Benutzen Sie leichtes Bettzeug, das Sie gegebenenfalls durch eine Decke ergänzen können.

Haut und Haar

Im Klimakterium wird die Haut trockener, weil die Fähigkeit zur Wasserspeicherung nachlässt. Etliche Frauen leiden im Klimakterium auch unter Haarausfall.

Tipp: Hier sollten Sie vor allem auf gute und reichhaltige Pflegeprodukte achten, die speziell auf die Bedürfnisse in den Wechseljahren abgestimmt sind.

Gewicht

Etwa 50 Prozent aller Frauen nehmen während der Wechseljahre zu. Auch unabhängig von einer Hormontherapie. Die Gewichtszunahme hat vor allem mit dem verringerten Kalorienbedarf des Körpers ab dem 50. Lebensjahr zu tun.

Tipp: Achten Sie in der Menopause auf eine ausgewogene vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Milchprodukten und Fisch. Versuchen Sie auf Zucker, Weißmehl, Fett, zu viel Fleisch und Fertigprodukte zu verzichten. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung und viel frische Luft.

Schlaf

Östrogene fördern verschiedene Schlafphasen. Ist der Hormonspiegel niedrig, kann der Schlaf weniger tief und erholsam sein.

Tipp: Baldrian und Hopfen machen ruhig und müde.

Depressive Verstimmungen

Die Hormonsituation im Körper hat Auswirkung auf unser Wohlbefinden. Aber nicht immer muss ein niedriger Hormonspiegel automatisch zu schlechter Laune oder Trübsinn führen. Klären Sie, ob es Gründe für die Stimmungsschwankungen gibt, die nichts mit den Wechseljahren zu tun haben. Wenn Sie eine Hormontherapie in Erwägung ziehen, denken Sie daran, dass Hormontabletten keine "Glückspillen" sind.

Tipp: Planen Sie feste Pausen in Ihren Tagesablauf ein, um für Entspannung zu sorgen. Yoga, Autogenes Training und Sport können die Stimmung heben und die Beschwerden lindern. Belohnen Sie sich und tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes!

 

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