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Wasserfilter im Test: Teuerstes Gerät erweist sich als Keimschleuder

Finger weg von Wasserfiltern!
Finger weg von Wasserfiltern! Stiftung Warentest:Taugen nur zum Geldverbrennen 00:01:58
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Viele Wasserfilter arbeiten bereits nach kurzer Zeit mangelhaft

Wasserfilter locken gleich mit mehreren Versprechen: Weicheres Wasser, weniger Kalkbeläge und mehr Teegenuss - das soll einen echten Mehrwert schaffen. Die Stiftung Warentest hat neun Wasserfilter getestet. Das ernüchternde Ergebnis: Kaum ein Filter kann die Versprechen halten, kein Tischfilter ist empfehlenswert.

Wasserfilter im Test
Die Filterkartusche soll aus hartem Wasser weiches machen. © beugdesign - Fotolia

Die Experten von 'Stiftung Warentest' bemängeln vor allem, dass die Wasserfilter an ihrer Hauptaufgabe scheitern: die Wasserhärte zu verringern. Vor allem die eingesetzten Kartuschen schaffen es nur zu Beginn, aus hartem Wasser weiches zu machen. Ärgerlich: Spätestens nach der Hälfte der angegebenen Filterkapazität senken alle die angegebene Wasserhärte nur noch mangelhaft.

Die Tester haben die Wasserfilter auch auf Verkeimung getestet. Bei den meisten Modellen sind die Kartuschen mit Silberionen versetzt. Das Wasser verkeimt dadurch kaum, dafür landet Silber im Wasser. Bislang sind allerdings keine gesundheitlichen Risiken bekannt. Die Modelle 'Eva-Filter‘ 700 PLC 7 l', 'BWT Penguin 2,7 l Mg2+ silberfrei' und 'AEG AquaSense AWFLJL1' geben kaum oder gar kein Silber ab, verkeimen dafür aber schneller. Warentest-Tipp: Wasserfilter in den Kühlschrank stellen und täglich das Wasser wechseln, um einer Verkeimung vorzubeugen.

Ausgerechnet der teuerste Wasserfilter erweist sich als "Keimschleuder"

Übel durchgefallen ist bei den Testern ausgerechnet das teuerste Model 'EVA-Filter 700 PLC 7 l' für 185 Euro. Das Gerät wird als "Keimschleuder" bezeichnet, weil sich aufgrund der Konstruktion schnell zu viele Bakterien sammeln. Außerdem fanden die Prüfer deutliche Mengen Dichlormethan im Filtrat - der Stoff steht in Verdacht, krebserregend zu sein.

Fazit der Stiftung Warentest: Frisch aus dem Hahn gezapftes Leistungswasser ist nicht nur günstiger, sondern auch teilweise sicherer als gefiltertes Wasser. Wer dennoch zu einem Wasserfilter greifen möchte, um zum Beispiel weiches Wasser für den Tee aufzusetzen, kann zu den drei befriedigenden Geräten greifen:

Klin-Tec Pure Wasser, Note befriedigend 3,2

Brita Elemaris 2,4 l, Note befriedigend

Brita Marella 2,4 l, Note befriedigend

Folgende Geräte erhielten die Note mangelhaft:

BWT Penguin 2,7 l Mg2+ silberfrei, Note mangelhaft 4,8

Eva-Filter‘ 700 PLC 7 l, Note mangelhaft 5,5

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