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Was sind die Mutterbänder und warum schmerzen sie in der Schwangerschaft?

Bild: Was sind die Mutterbänder und warum schmerzen sie in der Schwangerschaft?
Jede Schwangere kennt das typische Ziehen und Zwicken zu Beginn ihrer Schwangerschaft. © Getty Images/iStockphoto, momcilog

Sind die Mutterbänder für ein Ziehen im Unterleib verantwortlich?

Während der Schwangerschaft verspüren werdende Mütter oftmals ein Ziehen und Zwicken in der Leistengegend. Die Diagnose lautet dann meist: Das sind die Mutterbänder. Doch was sind Mutterbänder eigentlich, welchen Zweck erfüllen sie und wieso spüren schwangere Frauen sie?

Besonders in der ersten Schwangerschaft ist man hochsensibel und springt auf jede körperliche Veränderung an: Ist das normal? Muss das so sein? Sollte ich vielleicht besser zum Arzt? So verspüren viele Frauen zu Beginn ihrer Schwangerschaft ein Ziehen im Unterleib. Ursache dafür sind oft die sogenannten Mutterbänder. Eins sei Vorab gesagt: Machen Sie sich keine Sorgen, denn diese leichten Schmerzen sind völlig normal – und sogar notwendig.

Was sind die Mutterbänder?

Mutterbänder sind Muskelstränge, die von beiden Seiten der Gebärmutter bis hin zum Schambein verlaufen. Sie übernehmen eine nicht unwichtige Aufgabe im weiblichen Körper, denn sie halten die Gebärmutter in einer stabilen, aufrechten Position. Deshalb werden sie auch als Gebärmutterbänder bezeichnet.

Dabei unterscheiden Mediziner zwischen zwei Arten der Bänder:

  1. Breites Mutterband (Ligamentum latum uteri)
  2. Rundes Mutterband (Ligamentum teres uteri)

Das breite Mutterband kann man sich wie eine Art dünnen aber festen Bindegewebsteppich vorstellen, der den Uterus von hinten bedeckt und ihn mit der seitlichen Beckenwand verbindet. Die runden Mutterbänder sehen aus wie Sehnen. Sie ziehen durch den Leistenkanal in die großen Schamlippen.

Wieso habe ich Mutterbandschmerzen?

Warum die Mutterbänder schmerzen, ist schnell erklärt: Die Gebärmutter wächst mitsamt dem Embryo und dadurch wirken zunehmend mehr Kraft und Gewicht auf ihren Halteapparat. Die Bänder werden dabei gedehnt, was die Schwangere als einen beidseitigen Dehnungsschmerz im Unterbauch Richtung Leiste wahrnimmt. Oft treten sie bei Wachstumsschüben des Embryos oder bei Belastung durch langes Stehen, Gehen oder Tragen auf.

Die ziehenden, stechenden Schmerzen sind also völlig harmlos und kein Grund zu Sorge. Die meisten Frauen spüren das Ziehen im Unterleib zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels (13. bis 24. SSW). Wie in vielen Fällen gibt es aber auch hier individuelle Unterschiede, sodass die Mutterbänder sich in jeder Phase der Schwangerschaft bemerkbar machen können.

Sind Ihre Unterleibsschmerzen ungewöhnlich stark oder fühlen Sie sich verunsichert, sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Gynäkologen, damit er abklären kann, ob es sich wirklich nur um Mutterbandschmerzen handelt oder ob es eine andere Ursache gibt.

Mutterbänder schmerzen: Was hilft?

Wenn Sie das typische, beschriebene Ziehen im Unterleib während Ihrer Schwangerschaft verspüren, gibt es einige sanfte Hausmittel, um Ihre Mutterbänder etwas zu beruhigen.

Hinlegen und ruhen

Da die Schmerzen durch eine erhöhte Belastung entstehen, sollten Sie sich zunächst in eine entlastende Position wie die Rückenlage begeben und ruhen. Vermeiden Sie, wenn möglich, alle verschlimmernden Faktoren wie die oben genannten.

Wärme

In Verbindung mit der entlastenden Position können Sie sich auch eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen auf den Unterleib legen. Die Wärme bewirkt, dass sich die Muskeln entspannen und beruhigen.

Leichte Massagen

Auch leichte Massagen können helfen, die Mutterbänder wieder zu entspannen. Das Massageöl können Sie sich dafür einfach selbst herstellen, indem Sie 20 Milliliter Olivenöl mit wohlriechendem Lavendelöl (zwei bis drei Tropfen) mischen. Massieren Sie nun die Leistengegend in leichten, kreisenden Bewegungen.

Homöopathische Mittel

Bei manchen Frauen wirken die Schüssler Salze ‚Magnesium phosphoricum‘ (dreimal drei Tabletten täglich) und ‚Calcium phosphoricum‘ (zweimal fünf Tabletten täglich) lindernd auf die Schmerzen.

Stützgürtel

Wenn Sie schon weit in der Schwangerschaft fortgeschritten sind, können Sie sich auch einen speziellen Stützgürtel zulegen, der das Ziehen im Unterleib verringert und zur Entlastung der Mutterbänder beiträgt.

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