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Was ist Gras? Cannabis und seine Verwendung

Was ist Gras eigentlich?
Als Gras geraucht, wirkt THC, der Wirkstoff der Hanfpflanze, besonders schnell. © U.P.images

Cannabis, Haschisch, Marihuana, Dope? Was ist Gras?

Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Er wird als Faser-, Heil- und Ölpflanze verwendet. Es gibt aber auch eine andere Seite der Pflanze: Hanf ist die Grundlage verschiedener Rauschmittel.

Der wissenschaftliche Begriff für die Hanfpflanze ist Cannabis. Sie wird als Oberbegriff für Haschisch, Marihuana und Haschöl verwendet. Haschisch, auch Piece oder Dope genannt, ist eine der zwei wichtigsten Handelsformen von Cannabis. Dabei handelt es sich um gepresste, harzreiche Teile der Hanfpflanzen, insbesondere der weiblichen Blüten.

Eine andere Verarbeitungsform von Cannabis ist Marihuana, was auch als Gras bezeichnet wird: Dabei handelt es sich um die getrockneten Blüten und Blätter der Pflanze. Außerdem wird aus der Pflanze Haschöl gewonnen, ein dickflüssiger Harzauszug.

Im Harz der Pflanze, das sie an den Blattoberflächen bildet, steckt der berauschende Wirkstoff THC (Terpenoid Tetrahydrocannabinol). Wird Haschisch oder Mariuhana geraucht, wird das THC schnell über die Atemwege aufgenommen. Nach wenigen Sekunden bis Minuten sind die ersten Rausch-Anzeichen spürbar. Wird Cannabis über Essen (Haschkekse) und Trinken (Tee) konsumiert, tritt die Wirkung verzögert ein, kann dann aber heftiger ausfallen. Allerdings ist Rausch nie gleich Rausch. Faktoren wie der THC-Gehalt oder die momentane Stimmung des Konsumenten beeinflussen die Wirkung. Sie hält bis zu 12 Stunden an.

Was ist denn nun die Wirkung? THC entspannt, enthemmt und macht euphorisch. Es wirkt erotisierend und aphrodisierend und löst Lachanfälle und Redeschwalle aus. Das alles ist meistens auch so gewünscht. Aber Hungergefühl, Schwindel, Angst, Panik, erweiterte Pupillen und rote Augen oder ein beschleunigter Puls sind nicht unbedingt zu den angenehmen Wirkungen zu zählen. Cannabis kann Spaß machen, aber auch gefährlich sein.

So wirkt Gras langfristig

Die langfristigen Wirkungen bei häufigem Konsum sind alles andere als schön. Genau wie das Rauchen von Tabak geht auch Kiffen an die Gesundheit. Es soll die Fruchtbarkeit beeinflussen. Merkfähigkeit und Konzentrationsvermögen werden geschwächt. Passivität, Trägheit, Unlust können sich breit machen. Cannabis kann den Weg ebnen für Angst- und Panikzustände, Verfolgungswahn, Depressionen, Halluzinationen und in Extremfällen für Psychosen.

Einstiegsdroge oder nicht? Das kann man so oder so sehen. Nach Cannabiskonsum muss man nicht automatisch zu härteren Drogen greifen. Aber die Schwelle zum Bereich der illegalen Drogen ist überschritten, die Bezugsquellen bekannt und die Berührungsangst gegenüber anderen illegalen Drogen möglicherweise gesunken.

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