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Was ist Gras? Cannabis und seine Verwendung

Was ist Gras eigentlich?
Als Gras geraucht, wirkt THC, der Wirkstoff der Hanfpflanze, besonders schnell. © U.P.images

Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Er wird als Faser-, Heil- und Ölpflanze verwendet. Es gibt aber auch eine andere Seite der Pflanze: Hanf ist die Grundlage verschiedener Rauschmittel, wie zum Beispiel Gras oder Haschisch.

Gras, Cannabis, Haschisch, Marihuana, Dope: Wo ist der Unterschied?

Der wissenschaftliche Begriff für die Hanfpflanze ist Cannabis. Sie wird als Oberbegriff für Haschisch, Gras oder auch Marihuana und Haschöl verwendet.

Haschisch

Haschisch, auch Piece oder Dope genannt, ist eine der zwei wichtigsten Handelsformen von Cannabis. Dabei handelt es sich um gepresste, harzreiche Teile der weiblichen Hanf-Blüten.

Marihuana

Eine andere Verarbeitungsform von Cannabis ist Marihuana, was auch als Gras bezeichnet wird: Dabei handelt es sich um die getrockneten Blüten und Blätter der Pflanze. Außerdem wird aus der Pflanze Haschöl gewonnen, ein dickflüssiger Harzauszug.

THC und CBD: So wirkt Gras

Im Harz der Pflanze, das sich an den Blattoberflächen bildet, steckt unter anderem das Cannabinoid Delta-9-tetrahydrocannibinol (THC), welches für das High, was die Droge erzeugt, sorgt:

Wird Haschisch oder Gras geraucht, nimmt der Körper das THC schnell über die Atemwege auf. Nach wenigen Sekunden bis Minuten sind die ersten Rausch-Anzeichen spürbar. Wird Cannabis über Essen (Haschkekse) und Trinken (Tee) konsumiert, tritt die Wirkung verzögert ein, kann dann aber heftiger ausfallen.

Allerdings ist Rausch nie gleich Rausch. So haben die momentane Stimmung des Konsumenten Einfluss auf die Wirkung. Auch Faktoren wie der THC- oder CBD-Gehalt spielen eine Rolle, wie das Gras wirkt. CBD-Ist ein weiteres Cannabinoid, welches im Gegensatz zu THC keine psychoaktiven Eigenschaften hat. Es wirkt beruhigend auf den Körper und kann schmerzlindernd wirken. Unterscheiden kann man Cannabis in Sativa und Indica:

Sativa: Verleiht Energie, euphorisiert, stimuliert die Kreativität und den Appetit, höherer THC-Gehalt

Indica: Entspannt, beruhigt, macht schläfrig und kann Schmerzen lindern, höherer CBD-Gehalt

Was ist denn nun die Wirkung? THC entspannt, enthemmt und macht euphorisch. Außerdem löst es Lachanfälle und Redeschwalle aus. Auch Hungergefühl oder gar Heißhunger tritt nach dem Konsum von Cannabis häufig auf.

Unerwünschte Nebenwirkungen können sein: Schwindel, Angst, Panik, trockener Mund und rote Augen oder ein beschleunigter Puls.

Das kann die langfristige Wirkung von Gras sein

Genau wie das Rauchen von Tabak geht auch häufiges Kiffen an die Gesundheit. Es soll die Fruchtbarkeit beeinflussen. Merkfähigkeit und Konzentrationsvermögen werden geschwächt. Passivität, Trägheit, Unlust können sich breitmachen. Der regelmäßige Konsum von Cannabis kann zu Angst- und Panikzuständen sowie Halluzinationen und in Extremfällen auch zu Psychosen führen.

Cannabis in der Medizin

Gras und Haschisch wird derzeit in diversen Studien auf seine medizinische Wirkung hin überprüft. So wird vermutet, dass das Cannabinoid CBD eine positive Wirkung bei Patienten mit Angststörungen hat. Außerdem besagt eine Studie der Universität Cambridge, England, dass Cannabis gegen Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung wirksam sein könne. Hierzu gehörten Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Appetitlosigkeit. Auch bei Multiple Sklerose und Parkinson wird der Wirkstoff von Gras erfolgreich eingesetzt.

Weitere Krankheiten bei denen Gras in Studien überprüft wird:

  • ADHS
  • Diabetes
  • Depressionen
  • Schmerzen

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Wie gefährlich ist Gras als Einstiegsdroge zu bewerten?

Ist Gras eine Einstiegsdroge oder nicht? Das kann man so oder so sehen. Nach dem Cannabiskonsum muss man nicht automatisch zu härteren Drogen greifen. Aber die Schwelle zum Bereich der illegalen Drogen ist überschritten, die Bezugsquellen bekannt und die Berührungsangst gegenüber anderen illegalen Drogen möglicherweise gesunken.

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