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Was ist ein Schädel-Hirn-Trauma?

Was ist ein Schädel-Hirn-Trauma?
Eine Computertomografie zeigt mögliche Hirnblutungen

Schädel-Hirn-Trauma: Es gibt drei Schweregrade

Bei einem Schädel-Hirn-Trauma handelt es sich um eine Verletzung des Kopfes, bei der auch Teile des Gehirns betroffen sind. Hierbei sind durch Unfälle wie Schleudern, Schläge oder Stürze die Knochen und die Hirnstruktur verletzt worden.

In Deutschland erleiden jährlich rund 273.000 Menschen ein Schädel-Hirn-Trauma. Meist werden diese durch Verkehrsunfälle ausgelöst. Dabei wird die Krankheit in drei Schweregrade unterteilt.

Die leichteste Form kennen wir alle, die sogenannte 'Gehirnerschütterung'. Dabei erleidet der Patient keine dauerhafte Schädigung der Hirnstruktur. Im ersten Moment kommt es zu einer Sekunden anhaltenden Bewusstlosigkeit. Dazu kommen nach Erwachen motorische Verlangsamung, Sehstörungen, Amnesie und Benommenheit. Normale Begleiterscheinungen sind dann Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen.

Die nächsthöhere Stufe ist dann bereits die 'Gehirnprellung'. Hier liegt eine offene oder gedeckte Schädigung der Hirnsubstanz vor. Diese wird meist durch Schleudern hervorgerufen. Die Bewusstlosigkeit hält länger als 15 Minuten an.

Ab wann wird ein Schädel-Hirn-Trauma lebensbedrohlich?

Die schwerste Stufe des Schädel-Hirn-Traumas ist die 'Gehirnquetschung'. Hierbei liegt eine direkte Verletzung des Gehirns vor. Eine Hirnblutung entsteht. Die Bewusstlosigkeit hält Tage bis Wochen an, die Patienten werden meist ins künstliche Koma versetzt.

Um weitere Schäden des Hirns zu vermeiden, müssen Blutungen sofort gestoppt und der Patient ständig überwacht werden. Dabei können bleibenden Bewusstseinsstörungen entstehen oder die Patienten in ein Wachkoma fallen. Das bedeutet: Wenn Teile des Gehirns ausfallen, können Patienten im Wachkoma die Augen öffnen, jedoch nicht mit Ihren Mitmenschen kommunizieren und sie haben kein Bewusstsein.

Um den Schweregrad der Verletzung herauszufinden, wird eine Computertomografie erstellt. Der Patient bleibt mindestens 24 Stunden unter Aufsicht in der Klinik. Danach muss er sich bis zu 25 Tage ausruhen und Augen sowie sämtliche Gehirnfunktionen schonen und Stress vermeiden.

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