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Was bringt Joggen wirklich? So hilft Lauftraining dem Körper

Lauftraining hilft dem Körper
Lauftraining verlängert die Lebenserwartung

Lauftraining hilft dem Körper

Regelmäßiges Lauftraining kann den Alterungsprozess verlangsamen. Das hat eine Langzeitstudie von US-amerikanischen Wissenschaftlern jetzt gezeigt. In der Untersuchung beobachteten die Forscher über einen Zeitraum von 21 Jahren die Entwicklung des Gesundheitszustandes von 538 Mitgliedern eines Laufclubs und von 423 Nichtläufern.

Zu Beginn der Untersuchung waren die Teilnehmer 50 Jahre oder älter. Es ließ sich beobachten, dass beide Gruppen mit zunehmendem Alter gebrechlicher wurden. Allerdings setzten die Gesundheitsprobleme bei den Sportlern im Schnitt 16 Jahre später ein als bei den Kontrollpersonen.

Nach 19 Studienjahren waren in der Kontrollgruppe 34 Prozent der Studienteilnehmer verstorben, aber nur 15 Prozent der Läufer. Auch nach Studienende setzte sich der Trend weiter fort: Noch im neunten Jahrzehnt ihres Lebens vergrößerte sich der gesundheitliche Unterschied zwischen den Sportlern und den Nichtläufern weiter. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass regelmäßiges Lauftraining in mittlerem und höherem Alter die Wahrscheinlichkeit für Altersgebrechen und für einen verfrühten Tod senken kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Archives of Internal Medicine". Auch wenn die Studie nur das Lauftraining beleuchtet, ist zu vermuten, dass auch andere Ausdauersportarten wie Rad fahren oder Schwimmen eine solche Wirkung auf den Alterungsprozess haben.

Was bringt Joggen? Es regt den Testosteronspiegel an!

Bei Profisportlern ist es oft zu beobachten: Nach dem Wettkampf werden ihre strapazierten Muskeln massiert. Was wie eine Entspannungsmaßnahme aussieht, verhindert jedoch Muskelkater und Entzündungen. Außerdem bleibt die Kraft der Muskeln besser erhalten, als wenn auf eine Massage verzichtet wird. Das haben jetzt Forscher der Ohio State University in einem Tierversuch herausgefunden.

Sie trainierten mit Kaninchen den Fußhebermuskel, der neben dem Schienbeinknochen an der Außenseite des Unterschenkels verläuft. Ein Teil der Tiere bekam direkt nach dem Training eine Schwedische Massage, die klassische Form der Massage. Die andere Hälfte der Kaninchen wurde nicht massiert. Nach vier Tagen verglichen die Wissenschaftler Kraft und Gewebe der beanspruchten Muskeln und laut eines Berichtes des Wissenschaftsportals "Spektrumdirekt" zeigte sich, dass die massierten Muskeln deutlich mehr Kraft aufbringen konnten als die unbehandelten Fußheber.

Das Hormon Testosteron ist im männlichen Körper unter anderem für die Ausbildung der Geschlechtsorgane und für die Muskelmasse zuständig. Von vielen Sportlern wird der Botenstoff deshalb zum Doping verwendet. Dabei können Männer ihren Testosteronspiegel und damit ihr Sexualleben auch durch die richtige Dosis an Ausdauertraining verbessern.

Wer in seiner Freizeit öfter läuft, schwimmt oder Rad fährt, steigert seine körperliche Leistungsfähigkeit und regt die Libido an.

Durch körperliche Aktivität wird der Testosteronspiegel bei Männern stimuliert. Regelmäßig bis zu 45 Minuten Ausdauersport zu treiben, bringt den Hormonhaushalt in Schwung. Dadurch wird der Sportler frischer, dynamischer, er schläft besser und auch sein Sexualtrieb wird angeregt.

Trainiert er aber zu lange, kehren sich die positiven Effekte um.

Marathonläufer können mit dem Langstreckenlauf auf Dauer ihren Hormonhaushalt verderben, was sich in Müdigkeit, Abgeschlagenheit und einer verminderten Libido äußert. Ausdauersportler sollten ihren Testosteronwert deshalb ein- bis zweimal pro Jahr überprüfen lassen, rät Dr. Frank Sommer, Professor für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. So kann das Training optimal eingestellt werden.

Dem Organismus durch Doping künstlich Testosteron zuzuführen, bringt die natürlichen Abläufe dagegen völlig durcheinander. Der Körper gewöhnt sich schnell daran, das Hormon von außen verabreicht zu bekommen - und stellt die eigene Herstellung ein. Wird das Mittel dann abgesetzt, hat der Körper Schwierigkeiten, die Produktion wieder anzuregen.

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