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Warum Weichmacher dick machen können

Bewiesen: Auch die Verpackung macht dick
Bewiesen: Auch die Verpackung macht dick Enthaltene Weichmacher stören Hormonhaushalt 00:00:26
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Bei fettreichen Lebensmitteln ist die Gefahr besonders groß

Umweltexperten warnen aktuell vor Weichmachern, die in die Nahrung übergehen. Sie wirbeln unser Hormonsystem durcheinander und stehen unter Verdacht, dick zu machen. Vor allem bei fetthaltigen Lebensmitteln ist die Gefahr offenbar besonders groß.

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Da Weichmacher fettlöslich sind, gehen sie bei Lebensmittelverpackungen besonders auf fettreiche Lebensmittel wie Wurst oder Käse über. Zwar sind diese Produkte durch ihren Fettgehalt schon besonders kalorienreich. Doch auch die Verpackung kann zusätzlich schuld daran sein, dass sie dick machen.

Die Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) konnten in Kooperation mit dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas Erkrankungen der Universität und des Universitätsklinikums Leipzig in ihrer in 'PLOS ONE' veröffentlichten Studie dieses Phänomen bei Untersuchungen an Mäusen beobachten. Die Tiere, die den Weichmacher Phthalat über das Trinkwasser aufnahmen, nahmen deutlich an Gewicht zu. Dies war vor allem bei weiblichen Mäusen der Fall. Schon kleine Konzentrationen können laut Wissenschaftlern in den Hormonhaushalt eingreifen und zu einer Gewichtszunahme führen.

Wie genau die Weichmacher zu einer Gewichtszunahme führen, wollen die Wissenschaftler weiter untersuchen. Wer sich um seine Figur sorgt, kann versuchen, so gut es geht, Kunststoff im Alltag zu meiden. Auf den Fettgehalt bei Käse und Wurst zu achten, kann natürlich ebenfalls nicht schaden.