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Warum tötet Alkohol eigentlich?

So schädigt Alkohol den Körper

Eine Feier ohne Alkohol? Kaum vorstellbar. Eigentlich merkwürdig, dass Alkohol so einen festen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat. Denn Bier, Caipirinha, Sekt oder Wein - und alles, was sonst noch so bei Partys oder in Diskotheken angeboten wird - ist ein schwach dosiertes Zellgift. Auf Dauer zerstört regelmäßiger Alkoholmissbrauch nicht nur Gehirnzellen, sondern auch unsere Organe. Im schlimmsten Fall endet die exzessive Trinkerei mit dem Tod.

So schadet Alkohol dem Körper
Hier und da ein Gläschen Wein, ab und zu ein Bier - dabei ist Alkohol wirklich mit Vorsicht zu genießen. © scarletus

"Eine schwere Alkoholvergiftung kann zum Tod durch Atemlähmung führen", teilt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen mit. Alkohol hat aber auch schon in kleinsten Mengen Auswirkungen auf unseren Körper, denn er dringt über die Schleimhäute und den Darm in die Blutbahn ein und durchströmt den ganzen Organismus. Bei länger andauerndem, regelmäßigem Missbrauch droht eine Alkoholsucht. Besonders tückisch ist, dass die Abhängigkeit von Bier & Co. oft schleichend entsteht. Das Feierabendbier wird zur Gewohnheit - und irgendwann zum Problem.

Ab einem Blutalkoholwert von 0,2 Promille stört der Stoff die Bewusstseins- und Gefühlszentren im Gehirn. Die Seh-, Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit leidet. Zunächst fühlt sich der Rausch angenehm an, doch ab einem Wert von 2 Promille setzen Betäubungserscheinungen ein. Es kommt zu Gleichgewichts-, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen. Das sogenannte Lallen ist eine Lähmungserscheinung der Zunge und des Sprachzentrums. Übrigens gilt das Rauschstadium ab einem Blutalkoholwert von 1 Promille aus medizinischer Sicht schon als akute Alkoholvergiftung.

Von einer schweren Alkoholvergiftung sprechen Ärzte ab 3,0 Promille Alkohol im Blut. Die tödliche Dosis liegt zwischen 5 und 8 Promille. Pro Jahr sterben laut Hauptstelle für Suchtfragen rund 74.000 Menschen direkt oder indirekt an den Folgen von Alkoholkonsum.

Wer regelmäßig trinkt, riskiert einen Leberschaden. Denn die Leber ist für die Entgiftung des Körpers zuständig. Zunächst kommt es zu Leberentzündungen, dann zur Verfettung des Organgewebes und schließlich zur Leberzirrhose, die wiederum viele weitere Krankheiten auslöst. Neben der Leber leiden auch die Schleimhäute des Verdauungstraktes und die Bauchspeicheldrüse unter dem Alkoholmissbrauch. Die Folge sind schmerzhafte Geschwüre in Magen und Darm sowie ein erhöhtes Krebsrisiko. Viele Alkoholiker sterben letztendlich an multiplem Organversagen, weil der Organismus mit der Anzahl an Schäden völlig überfordert ist.

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