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Warum Sie plötzlich nicht mehr müde sind, wenn Sie ins Bett gehen

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Mit der 4-7-8-Atmung in 60 Sekunden einschlafen
Mit der 4-7-8-Atmung in 60 Sekunden einschlafen Tipp gegen Schlaflosigkeit 00:01:01
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Und ZACK sind die Lichter im Kopf angeknipst!

Kennen Sie das: Gerade noch wären Sie fast auf der Couch eingeschlafen, doch kaum haben Sie sich bettfertig gemacht und legen sich schlafen, warten Sie vergeblich darauf, endlich ins Land der Träume abzudriften. Warum sind wir manchmal plötzlich nicht mehr müde, wenn wir schlafen gehen?

Noch ein letztes Mal zappen wir uns um 23.27 Uhr durch die TV-Kanäle, die Augenlider schwer wie Blei und im Kopf der Gedanke: Und morgen klingelt der Wecker wieder um 6.30 Uhr… Jetzt lieber schnell ab ins Bett! Träge schleppen wir uns ins Bad, putzen die Zähne, ziehen unseren Schlafanzug an und steigen voll Vorfreude auf den ersehnten Schlaf ins Bett – und dann das: Bing! Die Lichter in unserem Kopf sind wie angeknipst. Auf einmal sind wir nicht mehr müde, sondern hellwach. Die Gedanken kreisen um Gott und die Welt und die Nachtruhe scheint in weiter Ferne. Aber warum nur?!

Was hält unser Gehirn auf Trab?

Laut Schlafexperten gibt es ein Phänomen, das sich gelernte oder konditionierte Insomnie nennt. Dabei signalisiert irgendetwas in unserer Schlafumgebung unserem Gehirn, dass es wach sein soll, wenn wir ins Bett gehen. Was aber kann diese falschen Signale senden?

Beispielsweise ein Laptop, den Sie abends nochmal mit ins Bett genommen haben, um ein wenig zu surfen. Geschieht dies regelmäßig, lernt unser Gehirn, dass im Bett ‚gearbeitet‘ wird und speichert das so ab.

Es muss aber nicht zwangsläufig an einem konkreten Gegenstand liegen, der uns den Schlaf raubt. Auch wenn wir Stress in der Arbeit oder im Privatleben haben und die Sorgen abends regelmäßig mit ins Bett nehmen, uns schlaflos von rechts nach links drehen, vielleicht sogar begleitet durch nächtliches Schwitzen, konditionieren wir unser Gehirn darauf, dass es unser Bett mit diesem Verhalten assoziiert.

Was kann ich dagegen tun?

Versuchen Sie in jedem Fall, Ihr Bett auch nur dazu zu nutzen, wozu es gedacht ist: zum Schlafen. Surfen im Internet können Sie auch noch auf der Couch oder am Esstisch – nicht aber im Bett. Lassen Sie den Laptop also weg vom Bett. Gehen Sie allen Aktivitäten, die nichts mit Schlafen zu tun haben, außerhalb Ihres Bettes nach. Ja, dazu gehört auch Fernsehschauen! Experten raten selbst Lesen auf 20 Minuten zu beschränken.

Wenn Sie Ihr Gehirn dahin konditionieren wollen, dass es das Bett wieder ausschließlich als Ort der Ruhe und des Schlafes ansieht, kann das unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen. Geben Sie sich also ein paar Wochen eher Sie Hilfe bei einer Schlafklinik suchen. Wenn der Zustand der Schlaflosigkeit anhält, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat aufsuchen.

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