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Wann sterben Zecken?

Wann sterben Zecken?
© dpa, Patrick Pleul

Wann sterben Zecken? Wasser, Wärme - alles sinnlos

Die Zecke ist ein echter Überlebenskünstler. Was das kleine Spinnentier alles wegsteckt, ist nicht zu fassen.

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So überleben Zecken sogar in einer Tiefkühltruhe. Bei einem Härtetest des Biologen Dr. Hans Dautel krabbelten die meisten Tiere auch nach 24 Stunden bei minus zwölf Grad fröhlich herum. Im Winter muss es schon etwa -20 Grad kalt werden, damit die Tiere sterben. Denn in der bodennahen Laubstreu, wo sich Zecken bei Schnee und Eis bevorzugt aufhalten, bleiben die Temperaturen auch bei Dauerfrost noch relativ moderat.

Auch unter Wasser halten sie es lange aus. Zecken können bis zu unglaubliche drei Wochen unter Wasser überleben. Sie haben keine Lungen, sondern atmen über Tracheen.

Eine Waschmaschine kann den Spinnentieren ebenfalls wenig anhaben. Zumindest einen Waschgang bei 40 Grad können sie inklusive Schleudergang ab. Erst bei 60 Grad geht es den Tieren ans Leder. Auch einen Wäschetrockner überleben sie nicht. "Wer wirklich sicher gehen möchte, muss seine Wäsche nach einem Aufenthalt im Freien also mit 60 Grad waschen oder in den Wäschetrockner geben. Bei geringeren Waschtemperaturen ist dagegen nicht auszuschließen, dass selbst nach dem Waschen noch lebendige Zecken in der Kleidung verbleiben“, sagte Dautel.

Zecken überleben auch in der Wohnung

Selbstverständlich scheiden sie auch nicht einfach so in der Wohnung dahin, wenn sie sich erstmal eingeschlichen haben. Die Luftfeuchtigkeit ist drinnen zwar viel zu gering für Zecken, dennoch können sogar nicht vollgesogene Zecken, die nach einem Spaziergang mit nach Hause gebracht oder von einem Haustier eingeschleppt wurden, mehrere Tage in der Wohnung überleben.

Aber hier geben Zecken dann doch den Geist auf: Im offenen Feuer, in kochendem Wasser und in 70-prozentigem Alkohol ist für sie ganz sicher Endstation.