BABY BABY

Wann soll ich schwanger werden? Der richtige Zeitpunkt für die erste Schwangerschaft

Familienplanung
Denken Sie über Kinder nach? Ein Studie hat herausgefunden, wann die optimalen Zeitpunkte sind schwanger zu werden, je nachdem wie viel Nachwuchs Sie wünschen. © detailblick - Fotolia

Viele Frauen fragen sich: "Wann soll ich schwanger werden?"

Eins? Zwei? Oder drei? Du musst dich entscheiden, Statistik hilft dir dabei: Wer eine Einkind-Familie anpeilt, kann sich bequem bis in seine 30er-Jahre Zeit lassen – wer dagegen eine trendige Dreikind-Familie will, sollte hurtig ans Werk gehen und das erste Kind schon mit 23 in die Wiege legen. Das haben niederländische Forscher herausgefunden, die Bevölkerungs-Daten aus über 300 Jahren ausgewertet haben. Die Zahlen sind natürlich rein statistischer Natur und stellen deshalb keine individuelle Empfehlung dar – eignen sich aber dennoch prima, um sich bei der persönlichen Lebensplanung wuschig machen zu lassen.

Von Ursula Willimsky

Denn als moderne Frau lebt man ja nicht einfach so vor sich hin, sondern man gestaltet sein Leben selbstbestimmt. Was die Sache nicht leichter macht. Bleiben wir beim Beispiel Familienplanung. Früher galten Prinzipien wie "Für Kinder ist nie der richtige Zeitpunkt, also kann man sie auch einfach bekommen und sich dann arrangieren". In Vor-Pille-Zeiten blieb einem ja auch meist nichts anderes übrig. Heutzutage stehen dem spontanen Familien-Arrangement häufig Dinge wie fehlender Partner, fehlende Festanstellung, fehlende Karrierechancen oder auch (noch) fehlende Reproduktionslust im Wege. Über all dem Rumgegrübel läuft man mitunter Gefahr, den richtigen Zeitpunkt dann doch zu verpassen.

Das Internet als Erstanlaufstelle für Lebensfragen hilft auch nicht wirklich weiter. Wer in einer beliebten Suchmaschine die Frage "Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Baby?" eingibt, erhält in Nanosekunden circa 2,5 Millionen Antworten. Ein bisschen viel, um alles noch während der fruchtbaren Phase zu lesen und sich danach auch noch zu entscheiden. Freunde und Verwandte als Ratgeber sind auch problematisch, da sich diese beiden Bevölkerungsgruppen recht eindeutig in überzeugte Familientiere und in Ichweißselbernichtsorechtwannundobs aufspalten und die entsprechenden Tipps entsprechend selbstüberzeugt oder hilflos sind.

Gibt es diesen "richtigen Zeitpunkt für ein Baby"?

Und noch ne Statistik: Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Baby?

Bleibt also nur das eigene Bauchgefühl, im Idealfall gepaart mit dem, was der Partner will. Dieses Bauchgefühl zu finden ist verdammt schwer (siehe oben). Gleich Kinder bekommen und danach auf die außerhäusige Arbeit konzentrieren? Erst mal ein solides finanzielles Fundament schaffen und dann die Kleinen ins gemachte Nest legen? Zunächst ……? Hier lassen wir Freiraum für persönliche Notizen: Userinnen dürfen an dieser Stelle gerne und ganz ungeniert ihre wichtigsten Punkte zur Frage des richtigen Zeitpunkts dazu denken – von der Familienpolitik bis zu arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, von der potenziellen Kinderbetreuung bis zur Definition des modernen Partners ist da alles drin.

Da wollen wir uns gar nicht einmischen, genauso wenig wie in die Frage, ob es ihn denn überhaupt gibt, diesen "richtigen Zeitpunkt für ein Baby". Soll doch jede selbst entscheiden, wann und wie viel und ob sie Kinder will!

Studien wie das aktuelle Computer-Modell der Erasmus-Universität Rotterdam können eine Art Memento sein, dass es auch in Zeiten modernster Fruchtbarkeitsmedizin keine absolute Garantie auf Kindersegen gibt. Denn bei der Studie ging es auch darum, wie sich die potenzielle Fruchtbarkeit einer Frau verändert, wenn für sie auch eine Invitro-Fertilisation in Frage käme. Wer sich ein Kind wünscht, hat demnach mit 32 Jahren gute Chancen (90 Prozent) es auch zu bekommen. Mit Bereitschaft zur IVF: 35 Jahre. Zweikindfamilie: 27 Jahre, mit IVF: 31. Dreikindfamilie: 23, mit IVF: 28 Jahre.

Eine Fifty-Fifty-Chance, ihre Traumfamilie zu gründen, haben Frauen mit 41 (IVF: 42), wenn´s bei einem Kind bleiben soll. Bei zwei Kindern mit 38 (IVF 39) und bei gewünschten drei Kindern mit 35 (mit IVF 36). Wie gesagt: Alles rein statistische Mittelwerte. Jede Frau, jede Familie ist anders. Und damit ja auch die Frage, wie viel man in seinem Leben ganz strikt plant (in der Hoffnung, dass der Plan dann auch aufgeht) und wie viel man dem guten alten Schicksal überlässt. Auch diese Entscheidung muss gründlich überdacht werden. Mal schauen, was aktuelle Studien dazu so zu sagen haben …

Anzeige