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Wann ist ein Mann ein Mann? Männer kennen ihre Rolle nicht mehr

Wann ist ein Mann ein Mann? Männer kennen ihre Rolle nicht mehr
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Männer nur noch der Schatten ihrer selbst?

Die Wissenschaft hat festgestellt: Männer wissen nicht mehr, wer sie sind. Während sich Frauen immer weiter entwickeln, selbstbewusster werden und neue Felder erobern, dümpeln die Herren vor sich hin, ohne eine Ahnung davon zu haben, wohin die Reise gehen soll. Das zumindest in das Ergebnis einer Studie, die einige amüsante, aber auch erschreckende Dinge aus dem Leben des modernen Mannes zu Tage brachte.

Von Christiane Mitatselis

Was macht ein kleiner Junge, wenn Mami nicht hinschaut oder weit genug weg ist? Unartig sein und mit Wonne verbotene Dinge tun, konkret kann das heißen: Er krümelt das Sofa voll, putzt sich den Mund mit den Händen ab oder zieht sich extra ein dreckiges T-Shirt an. Was Frauen ahnten, hat eine empirische Untersuchung belegt: Das gleiche Verhaltensschema wenden Jungs, wenn sie groß, in der Ehe an.

In einer Studie zum männlichen Rollenbild des Markforschungs-Instituts 'Rheingold Salon', wurden Männer unter anderem gefragt, wie sie sich von Frauen abgrenzen. Eine Antwort: "Mit Kindern allein zu Hause sein und im Wohnzimmer aus Pappschachteln essen.“ (Denn Mami verbietet das sonst). Gern gehen sie auch mit anderen Jungs Bier trinken und grölend Fußball glotzen. Sie erfreuen sich zudem an PS-starken Autos und fahren Motorrad, obwohl Mami das nicht gern sieht.

Zum männlichen Rollenbild fiel ihnen nicht viel ein. Frauen machten jetzt auch Karriere, Männer müssten im Haushalt mit anpacken, sagte einer. Ein anderer erklärte, er habe Glück gehabt mit seiner Frau, die gerne koche und putze. Eine weitere Antwort: Männer seien nur noch ein Schatten ihrer selbst, die es den Frauen immer recht machen wollten.

Und welchen Typ Mann haben Sie an Ihrer Seite?

Laut der Studie sind drei Männer-Typen zu unterscheiden:

Der Traditionelle, der sich eine traditionelle Frau sucht, die gern den Haushalt schmeißt.

Der Veränderungsbereite, der keine traditionelle Frau will und sich einbringt, aber (bei anderen Männern) in den Verdacht gerät, ein Pantoffelheld zu sein.

Und der Resignierte, der alles tut, was die Frau will, um keinen Ärger zu bekommen.

Die Typisierung muss dringend ergänzt werden um den weit verbreiteten Helden des Prahlhanses. Wenn seine Frau (Mami) nicht dabei ist, berichtet er (bevorzugt jungen Frauen) von seinen Heldentaten, den wichtigen Leuten, die er kennt, den riesigen Umsätzen, die er im Job macht und so weiter… In Wahrheit ist er jedoch ein ganz kleines Licht, das täglich vom Chef ausgeschimpft wird und sofort kutscht, wenn Mami ihn nur böse anschaut.

Auch häufig zu finden ist der Jammerlappen, auch Weichei genannt: Er lässt sich von seiner Frau bedienen und kann selbst nichts tun, da er dauernd krank ist. Rückenschmerzen, Arthrose wegen Überwicht und Reizmagen sind hier beliebte Krankheiten. Mami muss deshalb sowohl das meiste Geld verdienen, als auch den Haushalt schmeißen.

Und es gibt den guten Typen. Er ist intelligent, selbstbewusst und erledigt Hausarbeiten und Kinderkram, ohne sich dabei unmännlich zu fühlen. Er kann aber auch Nägel in Wand hauen und Schränke aufbauen. Selbstverständlich geht er auch gern allein mit den Jungs weg, ohne sich aber zwangsläufig bis zum Anschlag zu besaufen. Er ist weder ein Angsthase noch ein Weichei noch ein Angeber. Das Problem: Die guten Typen sind selten und sehr schnell vergriffen. Wer einen gefunden hat, gibt ihn nicht mehr her.

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