FITNESS FITNESS

Walken oder Joggen: Was ist besser?

Joggen oder Walken: Was schützt ihren Körper besser?
Freizeit-Walker und -jogger leben gesünder © picture-alliance/ dpa, Stefan Eisend

Walken beugt Herzerkrankungen vor

Was ist gesünder: Joggen oder Walken? Dieser Frage sind zwei US-Forscher nachgegangen und haben festgestellt: Je höher der Grad an körperlicher Aktivität ist, desto niedriger ist das Risiko, krank zu werden. Wer sich also beim Freizeitsport so richtig fordert, lebt gesünder als derjenige, der das Ganze eher gemütlich angeht. Generell tun Ihnen aber beide Bewegungsformen gut.

Um die gesundheitlichen Auswirkungen zu erforschen, testeten Dr. Paul Williams und Dr. Paul Thompson rund 33.000 Jogger und knapp 16.000 Walker über einen Zeitraum von sechs Jahren. Dabei waren die Jogger gemessen an ihrem Energieverbrauch im Schnitt deutlich aktiver als Walker.

Wenn Jogger und Walker aber die gleiche Anzahl an Kalorien verbrennen, hat das auch ähnlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Für beide gilt dann: Die Wahrscheinlichkeit darauf, einen erhöhten Bluthochdruck, eine Herzkrankheit, Diabetes oder einen gefährlichen Cholesterinspiegel zu entwickeln, sinkt.

Was Laien wahrscheinlich erstaunt: Tendenziell ist die Risikominderung bei gleichem Energieverbrauch durch Walken sogar etwas stärker. So können Walker ihr Cholesterin-Level um rund sieben Prozent reduzieren, Läufer dagegen nur um etwa 4,3 Prozent. Der Bluthochdruck sinkt durch zügiges Walken um 7,2 Prozent, während Jogger nur auf 4,2 Prozent kommen.

Das Risiko auf Diabetes sinkt beim Walken um 12,3 Prozent, die Läufer liegen mit 12,1 Prozent nur knapp dahinter. Geht es um die Vorbeugung von Herzkrankheiten, fällt der Vergleich deutlicher aus. Während das Risiko beim Walken um 9,3 Prozent sinkt, sind es beim Laufen nur 4,5 Prozent.

Abnehmen beim Joggen leichter

Bei beiden Bewegungsformen werden die gleichen Muskelpartien beansprucht. Und auch die Gelenke werden ganz schön gefordert. Zu sehr? Langzeitstudien aus den USA sagen nein. Auch bei Übergewichtigen sei kein erhöhtes Arthroserisiko zu erkennen. Wichtig ist nur, die Trainingsbelastung langsam zu steigern.

Für Übergewichtige eignen sich generell Sportarten, bei denen das eigene Körpergewicht entlastet wird - das bietet Walken. Beim Joggen hingegen muss das gesamte Körpergewicht abgefangen werden. Die Bewegungsabläufe beim Walken sind leicht zu erlernen. Es ist perfekt für Einsteiger. Man gerät nicht so schnell außer Atem, das ist gut für das Erfolgserlebnis. Nach rund drei Monaten haben sich auch die Gelenke an die Belastung gewöhnt und dann ist schon Joggen möglich.

In Sachen Fettverbrennung bietet die schnellere Gangart Joggen aber einen klaren Vorteil, auch wenn Walking ebenfalls Wirkung zeigt. Bei beiden Bewegungsformen kommt es auch auf die richtige Technik an. Grundsätzlich hat Joggen das stärkere Potenzial, um Beine und Po zu trainieren. Das liegt daran, dass das schnellere Tempo die Muskeln stärker beansprucht. Für das Training des Herz-Kreislauf-Systems empfiehlt sich eher das Walken, da in die Bewegungsabläufe gleich mehrere Muskelgruppen einbezogen werden.

Anzeige