Wahre Freundschaft: Pauline spendet Lea Haare für eine Perücke

Lea trägt eine Perücke aus den Haaren ihrer besten Freundin

Die beiden Schülerinnen Lea und Pauline verbindet eine ganz besondere Freundschaft, denn Lea trägt Paulines Haare als Perücke auf ihrem kahlen Kopf.

Lea trägt wegen einer Autoimmunkrankheit Perücke
Lea fühlt sich dank ihrer Perücke, für die ihre beste Freundin Haare gespendet hat, schön.

Seit Lea drei ist, leidet sie an der schlimmsten Form von kreisrundem Haarausfall. Innerhalb von nur einem halben Jahr fallen ihr alle Haare aus. Im Kindergarten und in den ersten Jahren der Grundschule trägt sie selbstgestrickte Mützen, um ihre Glatze zu verstecken. Eine Perücke möchte das kleine Mädchen damals nicht, da sie Angst hat, dass diese sie kratzt und piekst. Doch immer wieder wird Lea wegen ihrer Glatze ausgeschlossen und geärgert. Leas Mutter erinnert sich: „Beim Fußballtraining wurde Lea mehrmals als Glatzkopf beschimpft und war richtig down.“ Und auch Lea hat mit ihrem Schicksal manchmal hart zu kämpfen. „Ich finde das Wort Glatze ganz schrecklich“, erzählt sie, „Ich verbinde da nur Negatives mit.“ Erst zur Erstkommunion wünscht sie sich mit acht Jahren zum ersten Mal eine Perücke. „Ich hab mich total schön gefühlt“, erinnert sich die heute 15-Jährige.

Diese beiden Mädchen verbindet mehr als eine Freundschaft

Als Lea in der Grundschule ihre heute beste Freundin Pauline kennen lernt, erkennt sie, dass sie auch ohne Haare schön ist. Für Pauline ist es ganz normal, Lea ohne Perücke zu sehen. „Ich finde sie hat so eine schöne Kopfform. Sie ist ohne Haare genauso schön wie mit“, findet die 16-Jährige.

Vor drei Jahren beschließt Pauline dann ihrer besten Freundin Haare für eine Perücke zu spenden und trennt sich für Lea von ihrer Mähne. „Es ist schön, wenn wir was gemeinsam haben“, meint Pauline. Langsam wird es nun wieder Zeit für eine neue Perücke für Lea und für diese möchte Pauline erneut ihre Haare spenden. Das ist wirklich wahre Freundschaft.

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