Wäschemodels von der Straße: Realität statt Photoshop

Mega-Sexy: Ganz normale Frauen als Wäschemodels

Von der Straße weggecastet für ein Unterwäschen-Shooting: Für viele Frauen wäre das der Horror. In Frankreich hat ein Wäsche-Hersteller genau das gemacht. Die Kampagne ist jetzt überall Gesprächsthema.

Denn für die Frauen, die sich getraut haben, wurde die Kampagne zu einem sinnlichen Abenteuer, für die Leser der neuen Werbe-Kampagne von Triumph ein Grund hinzusehen. Die bekannte Wäschefirma hat den Trend zur Realität aufgegriffen und präsentiert Frauen, die nur ein kleines bisschen schöner sind als wir selbst.

Die Models des Unterwäschehändlers sind genau das Gegenteil der Victoria-Secret-Models. Sie sind Frauen mit Makeln und Fehlern – und genau das ist es, was diese Frauen so unwiderstehlich macht. Die Idee dahinter ist einfach: Ganz normale Frauen wurden auf der Straße angesprochen und gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, in Unterwäsche vor die Kamera zu treten.

Triumph ist nicht die erste Firma, die diese Idee hatte. Schon eine Seifen-Firma setzte auf „Normalo-Frauen“, die uns von riesigen Plakatwänden anlächelten. Und auch eine deutsche Frauenzeitschrift verbannte für zwei Jahre alle Profimodelle aus ihrem Heft. Die Kunden hatten schon damals ein gutes Gefühl bei so viel Ehrlichkeit in der Werbung.

Beim ersten Profi-Shooting war dann doch noch einiges an Scham vorhanden, später auf den Bildern ist davon jedoch nichts mehr zu sehen. Es sind Hingucker-Fotos, die natürlich und sexy sind, mit mehr Weiblichkeit als ein Hochglanzfoto von Size 0 je ausstrahlen könnte.

Werbeexperte Christoph Berndt sagt dazu: "Die setzen ihren Kundinnen jetzt echte Menschen vor, Menschen, die so sind wie sie, nur ein kleines bisschen schöner - und weil es nur ein bisschen schöner ist, dann kaufe ich die Produkte, weil ich mir dann vorstellen kann, auch so zu werden."

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