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Während der Menstruation Vagina mit 'Schamlippenstift' verkleben: Alternative zu Tampon und Co.?

"Schamlippenstift" als Alternative zu Tampon & Co.
"Schamlippenstift" als Alternative zu Tampon & Co. Vagina während der Menstruation 'verkleben'? 00:00:59
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Schamlippen verkleben, um Regelblutung am Austreten zu hindern?

Diese Idee eines amerikanischen Chiropraktikers sorgt für Aufregung: Als Alternative zu Tampons, Binden und Co. hat Dr. Daniel Dopps den 'Vagina-Lippenstift' erfunden. Auf die Schamlippen aufgetragen, soll er diese verkleben und so das Menstruationsblut am Ausfließen hindern. Kontrolliert austreten soll das Blut dann beim normalen Toilettengang, denn der Klebstoff soll durch im Urin enthaltenes Ammoniak gelöst werden. Klingt erstmal nicht besonders appetitlich, wird vom Erfinder aber als „elegante Lösung“ und echte Alternative während der Menstruation angepriesen.

Der 'Schamlippenstift' soll das Leben von Frauen erleichtern

Zugegeben: Die meisten Frauen können ihrer monatlichen Regelblutung nicht allzu viel Positives abgewinnen. Sich aufgebläht fühlen, unreine Haut, störende Bauchkrämpfe – und oben drauf noch darauf achten müssen, dass nichts 'ausläuft'. Viele Frauen fühlen sich während ihrer Menstruation unsicher.

Der Ansatz des amerikanischen Chiropraktikers Dr. Daniel Dopps, eine hygienische, sichere und umweltfreundliche Alternative auf den Markt zu bringen, ist also erst einmal löblich. Trotzdem löste der 'Mensez' Vagina-Lippenstift eine Welle der Empörung im Netz aus, nicht zuletzt, weil Dopps menstruierende Frauen mit Windeln tragenden Kleinkindern verglich. Er sagte wortwörtlich: "Mit dem 'Lippenstift' wäre wie bei Säuglingen mit Windeln, die irgendwann lernen, aufs Töpfchen zu gehen." Zudem seien Frauen 25 Prozent ihrer Zeit von ihrer Periode abgelenkt und somit weniger produktiv. Es ist so, als wäre ein Mann jeden Monat eine Woche mit Durchfall oder einer laufenden Nase abgelenkt. Und all das soll der Stift ändern? Äh ja. 

Dr. Dopps: „Ich bin kein Gynäkologe.“

„Ich bin kein Gynäkologe, aber ich glaube einfach, es könnte eine bessere Alternative zu Hygieneartikeln sein“, erklärte der Chiropraktiker gegenüber ELLE.com. Bisher bleiben viele wichtige Fragen allerdings offen: Ist es wirklich hygienisch, das Menstruationsblut über längere Zeit im Körper zu sammeln? Welche Infektionsgefahr kann von Blutrückständen ausgehen? Wie kann es sein, dass der Kleber nicht von Blut oder Schweiß, sehr wohl aber durch Urin gelöst werden kann? 

In einem Statement gegenüber Forbes.com erklärte Dr. Dopps zumindest, dass seine Idee noch ganz am Anfang stehe, weitere Tests und Verbesserungen folgen sollten. Statt diese aber selbst durchzuführen, hoffe er, sein Konzept an einen Konzern zu verkaufen. Bleibt also abzuwarten, wie realistisch diese Idee ist, und ob es das Produkt bald wirklich zu kaufen geben wird.

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