Vorzeitige Wehen: Woran man sie erkennt und was man tun sollte

Schwangere Frau hat einen Wecker auf den Bauch gemalt.
Vorzeitige Wehen oder Übungswehen? © picture alliance / Bildagentur-o

Daran erkennen Sie vorzeitige Wehen und können rechtzeitig reagieren

Wie erkenne ich, ob die Schmerzen in meinen Unterleib vorzeitige Wehen sind? Es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass der Körper für die Geburt nicht nur „trainiert“, sondern sich gerade auf eine Frühgeburt vorbereitet. Lesen Sie hier, woran Sie vorzeitige Wehen erkennen und wie Sie reagieren sollten.

Wann ist das Ziepen im Bauch unbedenklich und wann handelt es sich um vorzeitige Wehen? Im ersten Fall handelt es sich meist nur um Übungswehen, mit denen die Gebärmutter für die Geburt trainiert. Im Fall von vorzeitigen Wehen allerdings kann es zu einer außerplanmäßigen Frühgeburt kommen – und dann muss schnell gehandelt werden.

Vorzeitige Wehen erkennen

Es ist gar nicht so einfach vorzeitige Wehen von harmlosen Schwangerschaftswehen zu unterscheiden. Auch vorzeitige Wehen müssen nämlich nicht unbedingt sehr schmerzhaft sein. Sie treten jedoch deutlich häufiger und regelmäßiger auf als Übungswehen. Ab der 25. SSW bedeutet das etwa jede Stunde zwei Wehen und ab der 37. SSW etwa fünf Wehen pro Stunde.

Handelt es sich lediglich um Übungswehen, haben diese auch keine Folgen – außer dass sich eben alles ein bisschen dehnt, Stretching für die Gebärmutter sozusagen. Vorzeitige Wehen haben allerdings zur Folge, dass sich der Muttermund verändert. Er wird weicher, der Gebärmutterhals verkürzt sich und das Baby rutscht eventuell auch tiefer ins Becken.

Auf vorzeitige Wehen reagieren

Haben Sie vermehrt Stress oder sich körperlich stark angestrengt, können ebenfalls vorzeitige Wehen einsetzen. Hier ist es sinnvoll, dass Sie sich viel Ruhe gönnen, ein paar Tage entspannen und körperliche Belastung weitestgehend vermeiden. So werden die Wehen in der Regel auch wieder abklingen.

Zudem können Sie versuchen, die Wehen zu veratmen, so wie Sie es im Geburtsvorbereitungskurs gelernt haben.

Der Gang zum Arzt

Sind Sie sich unsicher, ob Sie gerade vorzeitige Wehen verspüren, fragen Sie in jedem Fall Ihren Gynäkologen oder Ihre Hebamme um Rat! Denn nicht selten ist eine Eigendiagnose selbst mit den oben genannten Hinweisen schwierig und uneindeutig.

So kann der Arzt etwa mit dem Ultraschallgerät die Länge Ihres Gebärmutterhalses feststellen und sehen, ob dieser verkürzt ist.

Auch der sogenannte Fibronektin-Test gibt Hinweise auf vorzeitige Wehen. Das Fibronektin ist ein Eiweißstoff, der die Fruchtblase mit der obersten Gebärmutterschicht verklebt. Bereitet sich der Körper auf eine Schwangerschaft vor, gelangt vermehrt Fibrolektin in die Scheide.

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