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Vorzeitige Pubertät: Wenn Kinder frühreif sind

Vorzeitige Pubertät: Wenn Kinder frühreif sind

Make-up und Jungs statt Puppen

Körperlich erwachsen und innerlich ein Kind: Immer mehr Mädchen kommen heutzutage in die frühkindliche Pubertät. Wissenschaftler bestätigen diese Entwicklung. Aber was genau bedeutet das für betroffene Kinder? Und wie können Eltern damit umgehen?

Ein von der frühkindlichen Pubertät betroffenes Mädchen ist die heute elfjährige Marie (Name von der Redaktion geändert): Bereits mit acht Jahren kam sie in die sogenannte frühkindliche Pubertät. Anstatt für Puppen und Prinzessin Lilifee interessiert sich Marie für Jungs und Mamas Make-up. Dass das nicht immer einfach ist, erzählt sie: "Es war mir manchmal sogar peinlich vor meinen Klassenkameraden, weil ich ja nicht wusste, ob die auch in der Pubertät sind oder nicht."

Auch viele Eltern fragen sich, wie sie mit einem frühreifen Kind am besten umgehen. Zuallererst sollten frühreife Kinder immer noch wie Kinder und nicht wie Erwachsene behandelt werden. Zwischen all den Gefühlen, in denen nicht nur die Teenager, sondern auch ihre Eltern Achterbahn fahren, ist es wichtig, das pubertierende Kind immer darin zu bestärken, dass mit ihm alles in Ordnung ist! Denn eine frühe Pubertät ist keine Krankheit.

Trotzdem kann sie der Kinderärztin Dr. Alexandra Keller zufolge durchaus krankhafte Ursachen haben kann, zum Beispiel der Kontakt mit Chemikalien aus Kunststoffen, Weichmachern, Konservierungsstoffen sowie Hormone im verzehrten Fleisch. Dies sollte am besten durch einen vom Arzt durchgeführten Hormontest überprüft werden.

Wissenschaftlern zufolge kommen Mädchen in der Großstadt im Durchschnitt früher in die Pubertät als ihre Altersgenossinnen auf dem Land. Ein Phänomen unserer Gesellschaft: Je fitter ein Kinderkörper ist, umso schneller kann er in die Pubertät kommen.

Diese besondere Veränderung von Töchtern ist auch für Mütter nicht so einfach, vor allem wenn die Klassenkameraden alle mit den Teenager-Schwärmereien noch gar nichts anfangen können. Besonders geprägt werden Mädchen in der Pubertät von den Vätern. Darum gilt: Mehr loben und mehr gemeinsame Zeit miteinander verbringen. So kommen die kleinen großen Töchter auch sicher durch die frühe Pubertät.

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