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Vorwehen: Wie fühlen sich frühzeitige Wehen an?

Wehen: Wann sollte ich ins Krankenhaus fahren?
Wehen: Wann sollte ich ins Krankenhaus fahren? Ab in die Klinik 00:02:04
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Frühzeitige Wehen: Eine drohende Frühgeburt bahnt sich an

Wenn Sie regelmäßige Kontraktionen im Bauch spüren, kann es sich um frühzeitige Wehen oder Vorwehen handeln. Diese sind in der Regel stärker als Übungswehen und treten in den letzten Wochen und Tagen der Schwangerschaft bis zur vor der Geburt aus. An die Vorwehen schließen sich die Senkwehen.

Wehen: So fühlen sich Vorwehen an
Vorwehen leiten in der Regel die geburt ein. © picture-alliance/ ZB, Jörg Lange

Wenn die vorzeitigen Wehen zu früh in der Schwangerschaft auftreten, kann eine Frühgeburt drohen. Ab der 25. Schwangerschaftswoche sind die Babys zwar überlebensfähig, allerdings leiden mehr als die Hälfte der Frühchen an bleibenden Schäden. Aber mit der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche sind die Chancen eines Frühchen fast so gut wie für ein reif geborenes Baby. 98 Prozent der Kinder überleben zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall.

Wie fühlen sich Vorwehen an? Zuerst spannt sich der obere Bereich der Gebärmutter an. Danach bereitet sich die Anspannung wellenförmig nach unten bis zum Muttermund aus. Wenn die Wehe auf ihrem Höhepunkt ist, spannt sich die gesamte Gebärmutter an. Lässt die Wehe nach, verläuft die Entspanung in umgekehrter Reihenfolge wieder nach oben. Manche Frauen spüren auch ein regelmäßiges Ziehen im Rücken.

In der Regel leiten die Wehen die Geburt ein, wenn sie länger als 30 Sekunden dauern und in rhythmischen Abständen wiederkehren. Wenn Sie merken, dass die Wehen anfangs alle 20 Minuten kommen und die Abstände kürzer werden, ist damit zu rechnen, dass sich der Muttermund öffnet. Zum Ende der Schwangerschaft ist das völlig normal. Mitten in der Schwangerschaft droht eher eine Frühgeburt. Darum müssen Sie, wenn Sie Vorwehen bemerken, unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Hebamme informieren, damit sie den Zustand des Muttermundes kontrollieren.

Sollten die Vorwehen wirklich problematisch werden, werden betroffenen Frauen Wehenhemmer verschrieben. Wer ins Krankenhaus zur ständigen Überwachung muss, wird in diesem Stadium Lungenreifespritzen bekommen, um den kleinen Baby den Start so einfach wie möglich zu machen.

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