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Vorsicht: Diese Erziehungsfehler machen Kinder zu Tyrannen

Häufige Erziehungsfallen
Häufige Erziehungsfallen Bitte nicht hineintappen 00:01:00
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Video: Das sind die häufigsten Erziehungsfallen

Die perfekte Erziehung gibt es nicht. Und trotzdem bestimmt sie, zu welchen Menschen unsere Kinder einmal heranwachsen. Empathie ist beispielsweise eine Eigenschaft, die Eltern ihren Kindern beibringen müssen. Die folgenden Erziehungsfehler können diesem Ziel im Weg stehen und Egoismus statt Nachsichtigkeit fördern.

Echte Gefühle vor dem Kind zeigen

Kinder erlernen anhand von Mimik und Gestik ihrer Mitmenschen, ob ihr Verhalten und Handeln richtig oder falsch ist. Nimmt das Kind beispielsweise einem anderen Kind sein Spielzeug weg und wird daraufhin mit einer freundlichen Stimme und einem wohlwollenden Gesichtsausdruck zurechtgewiesen, macht das eine korrekte Abspeicherung von Aktion-und-Reaktion für das Gehirn eines Kindes unmöglich.


„Empathie und soziales Verhalten sind nicht automatisch angeboren. Das Gehirn eines Kleinkindes muss zunächst abspeichern, welche Gefühle es überhaupt gibt. Es speichert auch welche Mimik und Gestik Menschen normalerweise zeigen, wenn sie diese Gefühle haben“, erklärt Sonderpädagogin Katja Seide in ihrem Blog ‚Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn‘. Die Sonderpädagogin rät außerdem, Kindern gegenüber immer authentisch zu reagieren.

Auch Enttäuschungen kommen vor

Als Eltern würde man dem eigenen Nachwuchs am liebsten alle Unannehmlichkeiten, die das Leben so mit sich führt, ersparen. Dabei stellt das Aushalten und Überwinden von Rückschlägen einen wichtigen Schritt in der Entwicklung da. Nur so lernen Kinder, hinterher gestärkt aus solchen Situationen herauszuzugehen und mit ihnen umzugehen. Um seinem Kind in dieser Sache das nötige Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben, ist es wichtig ihre Selbstständigkeit und ihren Glauben an sich zu fördern und zu unterstützen.


Auch hier merken sich die Kinder neben den Worten vor allem das Verhalten der Eltern. Nur wer sein Kind einzelne Hürden alleine überwinden lässt und sich tatsächlich vollständig zurücknimmt, stärkt die Motivation und den Ehrgeiz des Kindes. Überwiegt die Angst der Eltern vor möglichen Gefahren, entwickelt es Angst vor dem Versagen und droht bereits an kleinen Rückschlägen zu zerbrechen.

Echter Trost statt Ersatzbefriedigungen

Welche Mama oder welcher Papa hat auf diesen Trick in der Kindererziehung nicht schonmal zurückgegriffen? Die Rede ist von kleinen Trostgeschenken, die als Wiedergutmachung für Verletzungen und Missgeschicke eingesetzt werden. Wird dieser Trick allerdings regelmäßig eingesetzt und zu häufig anstellen von elterlicher Zuwendung als Trost ausgetauscht, speichert das Gehirn des Kindes diese Umgangsform mit Krisen ab. Es verlernt auf diese Weise nicht nur die Fähigkeit der anderweitigen Bewältigung, sondern erwartet bei jeder Krise auch ein entsprechendes Trostgeschenk. Wird ihm dieses verwehrt, geht die Randale los.

Erfährt ein Kind echten Trost durch Zuneigung und emotionale Unterstützung fühlt es sich hinterher erleichtert und befreit. Greift man allerdings auf unechten Trost in Form von Ersatzbefriedigungen zurück, erfüllt das seinen Zweck nur vorübergehend. Es dient lediglich als Lückenfüller und anders als der echte Trost nicht zur Schmerzbewältigung.

Nur wer selbst Liebe, Trost, Fürsorglichkeit und Empathie erfahren hat, kann diese Werte auch an andere vermitteln. Das Erlernen der Fähigkeit, sich in andere Menschen hinein versetzen zu können, braucht seine Zeit und muss durch fördernde Impulse begleitet werden. Kein Kind ist von Natur aus ein Tyrann.

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Witwe trifft Mann, der das Gesicht ihres toten Mannes trägt Nach Gesichtstransplantation 00:02:20
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