LIEBE LIEBE

Vorsicht Beziehungskiller: DIESE Fehler werden häufig gemacht

Zu hohe Erwartungen an den Partner

Sie sind immer da, die guten alten Erwartungen an den Partner! Es passiert schon mal, dass man eigene Vorstellungen auf ihn überträgt, ohne vorher mit ihm darüber gesprochen oder ihm überhaupt mitgeteilt zu haben, was man denkt oder fühlt. Man erwartet einfach: Der Partner sieht das doch genauso wie ich! So entsteht eine Erwartungshaltung, die die bessere Hälfte häufig nicht erfüllen kann, weil er sie ja gar nicht kennt.

Bei Paartherapeutin Britta Püttmann sitzen immer wieder Paare mit den gleichen Problemen.
Bei Paartherapeutin Britta Püttmann sitzen immer wieder Paare mit den gleichen Problemen.

Es kann auch sein, dass selbst nach Gesprächen, in denen jeder seine Vorstellungen offengelegt und man Kompromisse gefunden hat, das Problem entsteht, dass einer der Partner nicht in der Lage ist, das Vereinbarte wirklich zu leisten, obwohl er es versucht.

Hier ist es wichtig zu versuchen, den Partner zu verstehen, indem man ihm zuhört, sich in seine Situation hineinversetzt und mal darüber nachdenkt: Wie würde ich mich an seiner Stelle fühlen, wie würde ich damit umgehen? Die Paartherapeutin Britta Püttmann zeigt typische Fehler in einer Beziehung auf:

- Ständige Vorwürfe

Alles, was mit "Du machst ja immer...", "Du tust nie...", "Du bist jedesmal..." oder ähnlich beginnt, wird als Vorwurf verstanden. Das sind "Killersätze". Niemand möchte Sätze hören, die so beginnen, denn man fühlt sich sofort in einer ausweglosen Situation und hat häufig das Gefühl, sich verteidigen zu müssen. Frust und Streit lassen in solchen Situationen nicht lange auf sich warten!

Um das zu verhindern, benötigt man die "Ich-Formulierung",

- mit der man seine Beobachtung formuliert ("Ich habe gesehen ...")

- mit der man seine Gefühle ausdrückt ("Ich mache mir Gedanken ...")

- mit der man sein eigenes Bedürfnis benennt ("Mir ist es wichtig...")

Verallgemeinerung wie "immer", "dauernd" oder "nie" sollten vermieden werden.

Bleiben Sie bei sich und übertragen Sie nicht die Verantwortung auf den Partner, übernehmen Sie Eigenverantwortung für Ihre Gefühle, für Ihre Bedürfnisse und für Ihr Handeln.

Sie selbst sind für Ihr Glück und Ihre Zufriedenheit verantwortlich!

Respektloses Streiten zerstört die Beziehung schneller als man denkt

Respektloses Streiten kann verletzen, demütigen und auch gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Es geht es darum, Macht ausüben und Recht haben zu wollen. Vorwürfe werden gemacht oder es wird in der Vergangenheit gekramt , man wertet den Partner ab oder stochert in seinen "Wunden" herum. Das will niemand, das braucht niemand, und doch passiert es immer wieder! Dabei ist gelegentliches Streiten in einer Beziehung normal und kann sogar sehr hilfreich sein, wenn man fair miteinander umgeht.

Eine wichtige Voraussetzung für konstruktives Streiten besteht darin, die Sachlichkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Und wenn ein Partner sich einmal in der "emotionalen Wolke" verliert, hilft oft nur noch die Bitte um eine kurze Unterbrechung, damit man versuchen kann, sich wieder zu "erden".

Ganz wichtig ist, dass die generelle Wertschätzung erhalten bleibt. Das gelingt durch:

- Ehrliches Interesse an dem Problem des Partners und aktives Zuhören.

- Nachfragen: "Habe ich das richtig verstanden" oder "Wie hört sich das für Dich an".

- Grenzen setzen, Eigenverantwortung übernehmen: Ein klares Ja oder Nein sind wichtig.

- Kompromisse und Lösungen suchen: Was muss beim nächsten Mal anders sein, damit das nicht wieder passiert?

Letztendlich stellt sich die Frage: Um was geht es hier eigentlich, was steckt hinter dem Streit über die alltäglichen Kleinigkeiten? Fühle ich mich vielleicht nicht gesehen, fühle ich mich vernachlässigt, bevormundet oder eingeengt? Bin ich unzufrieden am Arbeitsplatz oder habe ich Probleme mit Eltern/Kindern/Freunden/Kollegen?

Und eine Fragen lautet auch: Was hat mein Partner überhaupt damit zu tun.

Gut wäre es, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was man wirklich möchte und für wie wichtig das für einen ist.

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