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Vorderwandplazenta – was ist das und welche Risiken kommen damit?

Bild: Vorderwandplazenta ist kein Grdun zur Sorge
Eine Vorderwandplazenta bringt nur sehr selten Komplikationen mit sich. © Getty Images/iStockphoto, Dmytro Buianskyi

Bringt eine Vorderwandplazenta Risiken?

Die Plazenta oder auch Mutterkuchen genannt, ist ein sehr wichtiges Organ während der Schwangerschaft. Sie ernährt unser Kind und schützt es. Innerhalb des Bauches kann die Plazenta an unterschiedlichen Positionen anwachsen, dabei kann es auch zu einer sogenannten Vorderwandplazenta kommen. Diese ist eine besondere Art der Positionierung, aber meistens komplikationslos.

Vorderwandplazenta – wo sitzt der Mutterkuchen?

Nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein, dann entsteht auch die Plazenta. Sie ist ein sehr kurzlebiges, aber trotzdem extrem wichtiges Organ. Mit Beginn der Schwangerschaft startet auch die Plazenta stetig zu wachsen. Ihre Hauptaufgabe besteht im Austausch von Nähr- und Stoffwechselprodukten, so, dass die Mutter das Kind optimal versorgen kann. Am Ende der neun Monate hat sie die Größe einer kleinen Wassermelone und wiegt circa 500 Gramm.

Je nachdem wo die Einnistung stattfindet, wächst der Mutterkuchen an unterschiedlichen Stellen fest. Wächst die Plazenta auf der Vorderseite der Gebärmutter spricht man von einer Vorderwandplazenta. Dabei liegt der Embryo hinter der Plazenta, sie ist also zwischen Bauchwand der Mutter und dem Kind. Eine Vorderwandplazenta ist in der Regel nicht gefährlich für die Schwangerschaft.

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Vorderwandplazenta – geringes Risiko für Komplikationen

Die Plazenta kann die Geburt kompliziert gestalten, wenn sie eine ungünstige Lage einnimmt. Kein Wunder also, dass viele junge Schwangere erst einmal erschrecken, wenn sie beim Arzt die Diagnose Vorderwandplazenta bekommen.

Die Lage des Mutterkuchens kann sich auf die Möglichkeit einer natürlichen Entbindung auswirken, jedoch meistens nur, wenn es sich um eine zu tiefsitzende Plazenta handelt. Hierbei spricht man von einer Plazenta Praevia. Schiebt sich die Plazenta zu tief ins Becken, kann sie sich teilweise oder ganz vor den Muttermund schieben.

Die Plazenta Praevia kann für das Baby gefährlich werden, da es hin und wieder zu einer gefährlichen vorzeitigen Plazentaablösung kommt, welche in den meisten Fällen einen Notkaiserschnitt zur Folge hat und für das ungeborene Kind extrem gefährlich werden kann. Die Diagnose Plazenta Praevia schließt auch die Möglichkeit einer natürlichen Entbindung aus.

Im Gegensatz dazu gibt es bei einer Vorderwandplazenta keine wirklich zu erwartenden Probleme.Die Vorderwandplazenta ist meist komplikationslos.

Vorderwandplazenta – für die Mama manchmal störend

Trotz des geringen Risikos für Komplikationen kann die Vorderwandplzenta von werdenden Müttern als unangenehm wahrgenommen werden. Das Problem: Durch die Vorderwandplazenta kann es sein, dass die Mutter die Kindsbewegung in schwächerer Form wahrnimmt, als sie es normalerweise tun würde. Das ist zwar nicht schlimm, für viele Schwangere aber verunsichernd. Nicht nur ist es unglaublich schön die Bewegungen des eigenen Kindes in sich spüren zu können, es ist für die Mutter auch immer ein Indikator, dass alles in Ordnung ist, wenn sie die Bewegungen des Kindes wahrnehmen kann.

Bei einer Vorderwandplazenta dauert es meistens länger, bis die ersten Bewegungen gespürt werden. Außerdem sind die Kindsbewegungen oft gedämpfter zu spüren. Das liegt daran, dass die Vorderwandplazenta durch ihre Lage eine stoßdämpfende Funktion einnimmt. Deshalb müssen viele Schwangere noch weit über die 20. Schwangerschaftswoche hinaus auf die ersten spürbaren Bewegungen ihres Babys warten. Normalerweise werden diese nämlich über die Bauchdecke wahrgenommen. Da die Plazenta aber wie ein Kissen zwischen Mutter und Kind liegt, prallen die Bewegungen des Kindes ab.

Und auch von außen ist deutlich weniger zu spüren. So haben viele Väter Pech, wenn in der Schwangerschaft eine Vorderwandplazenta vorliegt: Von außen ist lange Zeit gar nichts spürbar. Erst wenn die kindlichen Tritte und Puffer fester werden, können auch die Papas von außen das kleine Wunder ertasten. Manchmal tritt dies aber auch gar nicht ein.

Es ist also eher eine psychische Belastung eine Vorderwandplazenta zu haben als eine wirklich körperliche. Ein weiteres Problem für viele Eltern: da das Kind deutlich weniger gespürt wird haben viele öfter Angst um die Gesundheit ihres Ungeborene, als Eltern, die ihr Kind sehr oft spüren können.

Wichtig ist jedoch, dass eine Vorderwandplazenta laut Ärzten in den wenigsten Fällen zu ernsten Schwierigkeiten während der Schwangerschaft oder Geburt führen kann.

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