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Von Paleo bis Pulver - Was liegt beim Essen im Trend?

Steinzeit-Essen
Im Berliner Restauraunt "Sauvage" gibt es Zutaten, die es schon in der Steinzeit gegeben haben könnte. Foto: Tobias Kleinschmidt © DPA

Obst und Gemüse sind gesund, kein Zweifel. Aber schon an Milch- und Getreideprodukten scheiden sich die Geister - zumindest wenn es nach den Trends im Foodbereich geht. Der Tag der gesunden Ernährung am 7. März soll auf ausgewogenes Essen aufmerksam machen. Trends gibt es derzeit viele.

Clean eating: Anhänger setzen auf Rawtastic" jüngst ein reines Rohkost-Restaurant, das sogar Pizza und Kuchen anbietet. Nur roh macht aber nicht froh: "Es gibt einige Lebensmittel, die roh Giftstoffe enthalten", sagt Ernährungsberaterin Gahl. Andere gäben bestimmte Nährstoffe wiederum nur erhitzt frei.

Vegan:Fleisch, Fisch, Honig, Eier, Milch - tierische Lebensmittel sind für Veganer tabu. Der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) geht hierzulande von 900.000 Veganern aus. Das entspricht 1,1 Prozent der Bevölkerung. "Für einen gesunden Erwachsenen ist es durchaus machbar, sich vegan zu ernähren", sagt Gahl. Vitamin B12, das vor allem in tierischen Produkten vorkomme, müsse aber zugesetzt werden.

Veggan: Der Trend zur veganen Ernährung treibt neue Blüten: Unter #veggan veröffentlichten Veganer im Netz Fotos ihrer Mahlzeiten mit eigentlich verpönten Eiern - auf deren Nährstoffe wollen die sogenannten Ovo-Vegetarier nämlich nicht verzichten. #veggan ist eine Neuschöpfung aus vegan und dem englischen Wort egg (Ei).

Superfood: Lebensmittel wie Chia-Samen, Goji- oder Açai-Beeren sollen einen besonders hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Stoffen haben. Inzwischen gibt es eigene Lokale und Kochbücher mit solchen "Superfoods". "Sie können den Speiseplan sicherlich ergänzen und vervielfältigen", sagt die DGE-Expertin Gahl. "Aber man sollte sich keine Wunder davon erhoffen." Auch heimische Produkte wie Paprika und Brombeeren könnten mit einem hohen Vitamingehalt aufwarten.


dpa
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