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Von Diät bis Cannabis - WHO-Studie zu Leben Jugendlicher

Alkoholkonsum bei Jugendlichen
Laut WHO konsumieren Jugendliche weniger Alkohol und Tabak. Dafür haben sie jedoch häufig Übergewicht. Foto: Tobias Hase © DPA

Schulhofprügeleien, Fernsehgucken und Alkoholkonsum - die UN-Drogenbericht belegt die Beliebtheit von Cannabis. Andere illegale Drogen wie Kokain, Ecstasy und aufputschende Amphetamine folgen erst mit einigem Abstand. Fast jeder vierte erwachsene EU-Bürger hat nach UN-Angaben zumindest einmal im Leben mit illegalen Drogen experimentiert.

Tabak: Insbesondere Jugendliche auf Grönland rauchen regelmäßig und ab einem jungen Alter. Mehr als jeder zweite 15-Jährige raucht mindestens einmal pro Woche. Mehr als die Hälfte hat mit 13 Jahren oder jünger angefangen.

Insgesamt sinkt der Anteil rauchender Jugendlicher allerdings - das belegt für Deutschland zum Beispiel auch der "Tabakatlas" des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Fernsehen: Beim Fernsehkonsum unter Elfjährigen liegt Israel vorn. Hier sitzen 69 Prozent an Wochentagen zwei Stunden oder mehr vor dem Bildschirm. Bei den Dreizehnjährigen steht Bulgarien auf Platz 1, bei den Fünfzehnjährigen die Republik Moldau mit jeweils über 70 Prozent. In der Schweiz ist Fernsehen dagegen ziemlich unbeliebt.

Zähneputzen: Bei der Zahngesundheit führen Schweizer Jugendliche in allen Altersklassen das Feld an: 79 Prozent der fünfzehnjährigen Jungen putzen sich mehr als einmal täglich die Zähne, bei den Mädchen sind es 91 Prozent. Die Mädchen werden dabei mit zunehmendem Alter etwas gewissenhafter, die Jungen etwas nachlässiger. Die Republik Moldau und Malta sind hier die Schlusslichter.

Übergewicht und Diät: Beim Übergewicht liegen maltesische Jugendliche vorn. Polnische Heranwachsende halten sich hingegen am ehesten für zu dick, insbesondere Mädchen. Die meisten Diäten machen aber junge Däninnen.

Bei der letzten Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft hatten Experten angesichts der vielen stark Übergewichtigen auch Eingriffe des Staates gefordert. Sie forderten unter anderem mehr Ausdauersport in der Schule und höhere Preise für ungesunde Lebensmittel. Gerade die junge Generation sei gefährdet.


dpa
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