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Vom Öko-Strick zum Hipster-Look: Comeback des Norwegerpullis

Norweger-Pullover
Nicht nur bei den Kleinen ein angesagtes Kleidungsstück - Norwegerpullis gelten derzeit als Modehit in Europa. Foto: Sigrid Harms © DPA

Kratzig, piefig, altbacken - dieses Image haftete Norwegerpullis Ende der 80er Jahre an. "Das waren damals solche Öko-Pullover, die jeder Töpfer anhatte", sagt die deutsche Norwegen-Auswanderin "Dale of Norway", der dem Pulli seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu neuer Beliebtheit verhalf, entwirft zu jeden Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften offizielle Outfits in neuen Mustern für die norwegischen Teams.

Während Ausländer bereitwillig teures Geld für den Öko-Strick hinblättern, kommt ein gekaufter Pulli für viele Norweger nicht infrage. Stricken liegt zwar auch anderswo gerade wieder im Trend. "Anders als in anderen Ländern war es hier aber nie selten oder ungewöhnlich", sagt Konsumforscherin Grimstad Klepp.

Wenn Niemann in Oslo mit ihrer kleinen Tochter zum Kindertreff geht, ist Stricken ganz selbstverständliches Gesprächsthema. Und beim 24-Stunden-Strick-Marathon im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sehen viele Norweger gebannt zu - und gucken sich vielleicht die ein oder andere Masche für den nächsten "Mariusgenser" ab.


dpa
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