Vogelgrippe in Europa: Ist die Weihnachtsgans in Gefahr?

Weihnachtsgans: Deutsche haben Angst vor der Vogelgrippe

Ein schöner, knuspriger Gänsebraten – für viele Deutsche ein beliebtes Weihnachtsessen. Wenn da nur nicht diese Sorgen wegen der Vogelgrippe, beziehungsweise wissenschaftlich korrekt: Geflügelpest, wären! Droht eine Ansteckung schon durch bloßen Verzehr des Geflügels?

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Vogelgrippe: Weihnachten ohne Gänsebraten?
Müssen wir wegen Vogelgrippe auf die Weihnachtsgans verzichten?

Nahe Usedom ist die Seuche schon ausgebrochen, auf Rügen fand man eine infizierte Wildente. Weil man infizierten Tieren aber von außen nichts ansieht, ist die Unsicherheit bei den Verbrauchern groß. Viele wollen aus Angst vor einer Infizierung dieses Jahr lieber auf ihre Weihnachtsgans oder -ente verzichten.

Dabei sind die Geflügelbauern, deren Tiere von der Stallpflicht betroffen sind, gerade jetzt auf Käufer angewiesen - denn da ihre Tiere wegen der Geflügelpest nicht nach draußen dürfen, wird es eng in deutschen Ställen. Durch frühes Einkaufen der Weihnachtgänse würden die Verbraucher für mehr Platz sorgen und somit den Druck aus der Situation nehmen.

Aber die Deutschen haben Bedenken: Besteht denn kein Risiko, sich an Gänsen und Enten eventuell mit Vogelgrippe anzustecken? Entwarnung gibt es vom Agrarminister und vom Bundesinstitut für Risikobewertung: Gänse und Enten kann man tatsächlich bedenkenlos essen, selbst wenn das Tier infiziert sein sollte.

Potentiell gefährlich ist es eher, sich ohne Atemschutzmaske in Geflügelställen aufzuhalten, in dem sich viele infizierte Tiere befinden. Dann kann nämlich infizierter Staub in die Lunge geraten und dort tatsächlich eine Erkrankung auslösen.

Doch selbst das ist bei der derzeitigen Variante des Virus noch nicht vorgekommen, auch in keinem der anderen Länder mit Geflügelpestfällen. Die Ente, Gans oder Pute zu Weihnachten kann man sich also beruhigt schmecken lassen!