Vierjähriges Kind war zwei Jahre lang an einem Pfahl angekettet

Vierjähriges Kind war zwei Jahre lang angekettet.
Zwei Jahre lang war dieses vier Jahre Mädchen angekettet. Quelle: AFP PHOTO/ Cambodian Human Rights and Development Association" © AFP, ADHOC

Kind sollte sich nicht schmutzig machen

An einen Pfahl gekettet fanden Polizisten und Aktivisten einer Menschenrechtsgruppe ein vierjähriges Mädchen in einem kambodschanischen Dorf. Seit zwei Jahren wurde die Kleine von einer Frau, bei der sie lebte, mit einer Eisenkette an einen Pfahl im Haus angekettet.

"Ich musste ja zur Arbeit und wollte nicht, dass sie sich schmutzig macht", sagte die Frau, die sich als Adoptivmutter ausgibt, als Begründung für diese barbarische Maßnahme.

Im Alter von zwei Jahren wurde das Kind von ihrer leiblichen Mutter als Pfand für einen Kleinkredit an die Frau übergeben. Seither musste das Kind täglich zwischen 7 und 11 sowie zwischen 13 und 17 Uhr an der kurzen Kette ausharren. Da das Kind nicht immer genug zu trinken hatte, trank es manchmal sogar seinen eigenen Urin.

Die Polizei verhörte die Frau, entließ sie aber danach wieder. Angekettete Kinder sind in Kambodscha offenbar keine Seltenheit. Das Mädchen wurde in einer staatlichen Einrichtung untergebracht.

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