Vertauschte Babys in Frankreich: Eltern verklagen Klinik auf zwölf Millionen Euro!

Ein Albtraum für die Eltern: "Jetzt liegt es an der Justiz die Schuldigen zu benennen!"

Es klingt wie ein schlechter Scherz, doch was sich so unglaubwürdig anhört, ist traurige Wirklichkeit. Vor genau 20 Jahren wurden im französischen Cannes zwei Babys im Krankenhaus vertauscht. Die Eltern wunderten sich immer, dass ihre Tochter keinem Elternteil ähnlich sah. Dann brachte ein Gentest Jahre später die tragische Gewissheit. Jetzt verklagen die Eltern die Klinik auf zwölf Millionen Euro.

Sophies leibliche Tochter musste damals kurz nach der Geburt wegen einer Gelbsucht in den Brutkasten. Dort lag bereits ein zweites Baby mit derselben Krankheit. Nach vier Tagen bekam Sophie ihr Kind wieder in die Arme. Sie wunderte sich, dass ihre Tochter Manon plötzlich so viele Haare hatte - doch die Ärzte nahmen die Zweifel der jungen Mutter nicht ernst.

Nach einigen Jahren machte die Familie einen Gentest, um endlich Klarheit zu bekommen. Das Ergebnis war für die Familie erschreckend. "Die Tests zeigten nicht nur, dass er nicht der Vater war, sondern ich auch nicht die Mutter", so Sophie Serrano, Pflegemutter von Manon.

Nachforschungen ergaben, dass die andere Familie, deren Tochter jetzt im Haushalt der Serranos lebte, nicht weit entfernt wohnte. Die Eltern trafen ihre leiblichen Kinder dann erstmals im Alter von zehn Jahren. Doch beide Paare entschieden sich: Zurücktauschen kommt nicht in Frage. Sie hoffen nur auf Gerechtigkeit: "Jetzt liegt es an der Justiz, die Schuldigen zu benennen!"

Nach einer erfolglosen Strafanzeige gegen das Krankenhaus und Pfleger verhandelt jetzt ein Zivilgericht über den Fall von Sophie Serrano.

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