GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Verstopfung: Was tun, wenn der Darm streikt

Tipps gegen die Verstopfung
Was Sie bei Verstopfung tun können.

So bringen Sie die Verdauung wieder in Schwung

Das haben sicher die meisten schon einmal erlebt: Wochen-, vielleicht sogar monatelang hat man sich auf den wohl verdienten Urlaub gefreut. Kaum hat man sich an seinem Traumstrand niedergelassen und gibt sich dem genussvollen Nichtstun hin, da streikt auch schon der Darm.

Die Umstellung des normalen Alltags auf den veränderten Urlaubsrhythmus verkraftet der Bauch nicht so leicht. Dann kommen auch noch die fremden Lebensmittel, die Zeitverschiebung, der urlaubsbedingte Bewegungsmangel und nicht zuletzt der Flüssigkeitsmangel wegen der großen Hitze hinzu. Unter diesen Bedingungen fährt nicht nur der Geist einen Gang herunter, sondern auch der Darm: Und fertig ist die Verstopfung. Doch nicht nur im Urlaub kann es zu Verstopfung kommen - es gibt viele Ursachen für den trägen Darm.

Aber was genau ist eigentlich eine Verstopfung?

Bei der Verstopfung im Urlaub handelt es sich meist um eine kurzfristig auftretende, akute Verstopfung. Diese beginnt im Gegensatz zu einer längerfristigen chronischen Verstopfung recht schnell. Normalerweise wird der Darminhalt durch abwechselnde Druck- und Entspannungsbewegungen der Muskulatur durch den Darm bewegt und letztlich durch den After ausgeschieden, der durch den Schließmuskel gesteuert wird. Bei einer Verstopfung kann der Transport im Darm gestört sein, oder die Ausscheidung ist durch eine Verkrampfung im Enddarmbereich gestört.

Trinkt man zu wenig und hat gleichzeitig einen hohen Flüssigkeitsverlust, wird das Volumen des Darminhaltes zu gering und der Darm wird nicht mehr ausreichend zu Transportbewegungen angeregt. Auch der veränderte Tagesrhythmus mit den veränderten Essenszeiten oder eine Ernährungsumstellung durch einen anderen Speiseplan als zu Hause kann den Darm aus dem Gleichgewicht bringen.

Das können Sie gegen Vertopfung tun

Zum Glück sind Sie dem Leiden nicht hilflos ausgeliefert. Essen Sie ausreichend und vor allem ballaststoffreich. Hier sind vor allem Obst und Gemüse angesagt. Nur wenn Sie genügend Nahrung zu sich nehmen, kann der Darm auch richtig arbeiten. Das Volumen des Darminhaltes muss ausreichend groß sein, um die Darmwand vollständig zu dehnen und somit die Darmmuskulatur zum Weitertransport anzuregen. Aber Vorsicht: Je nach Urlaubsland sollten Sie darauf achten, die frischen Nahrungsmittel nicht mit Leitungswasser zu waschen. Durch eine zu hohe Keimbelastung kann die Wirkung auch schnell ins Gegenteil umschlagen

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit auf. Hier ist vor allem Mineralwasser gemeint und kein Alkohol. Durch das Schwitzen unter der Sonne des Urlaubsparadieses verliert der Körper zu viel Flüssigkeit, die er sich dann aus dem Darminhalt zieht. Dadurch wird der noch trockener und kann nur noch schwer transportiert werden. Ein Glas lauwarmes Wasser am Morgen regt den Verdauungstrakt zusätzlich zur Arbeit an.

Bewegen Sie sich ausreichend. Ja, das ist leichter gesagt, als getan, wenn man bei 40 Grad unter einer Palme liegt. Aber es ist nötig und Sie müssen ja nicht gleich um die ganze Insel joggen. Der plötzliche Bewegungsmangel im Urlaub lässt die Muskulatur schnell träge werden. Das trifft auch auf die Darmmuskulatur zu, die dann ihren Dienst nur noch unzureichend verrichtet. Denken Sie einfach daran: Jeder Gang bringt auch Ihre Verdauung in Schwung.

Gehen Sie dann, wenn Sie müssen. Ein Zurückhalten des Stuhlganges kann dazu führen, dass Ihr Darminhalt zu lange im Körper verbleibt und ihm Flüssigkeit entzogen wird. Das führt unweigerlich zu einer Verstopfung. Außerdem kann es in diesem Fall zu einer Verkrampfung im Schließmuskelbereich kommen. Nerven Sie also lieber den Busfahrer und Ihre Mitreisenden auf dem Weg zum Tagesausflugsziel, und verlangen Sie eine Toilettenpause. Diesen Tipp sollten Sie aber nicht erst beherzigen, wenn Sie schon im Urlaub sind. Trainieren Sie Ihrem Körper gar nicht erst an, den Stuhlgang zurückzuhalten.

Wenn gar nichts mehr hilft, bleibt Ihnen nichts anderes mehr übrig, als zu einem leichten Abführmittel zu greifen. Hierbei gibt es zwei verschiedene Wirkstoffformen. Einige Mittel entziehen dem Körper Wasser und füllen damit den Darm, um den Darminhalt aufzuweichen. Das ist mit dem Risiko eines weiteren Flüssigkeitsmangels verbunden. Eine weitere Möglichkeit sind Mittel, welche die Muskeltätigkeit des Darms anregen. Beraten Sie sich am Besten vor der Reise mit Ihrem Arzt, welches Mittel zu Ihnen passt und was Sie beachten müssen.

Anzeige