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Versicherungsbetrug: Diese Konsequenzen drohen

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt

Das Handy kaputt, angeblich runtergefallen. Der Computerbildschirm zersplittert, angeblich mit dem Kopf – und die Versicherung soll zahlen. Der Versicherungsverband geht davon aus, dass satte zehn Prozent aller Schadensmeldungen an Versicherungen Betrugsfälle sind – und die Zahl steigt ständig! Doch was viele gar nicht wissen: Versicherungsbetrug ist eine echte Straftat und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Vor allem bei Hausrat-, Privat-Haftpflicht und KFZ-Fällen wird am häufigsten betrogen. Viele versuchen hier, den ein oder anderen Euro raus zu schlagen. Doch Versicherungsbetrug ist durchaus kein Kavaliersdelikt und wird als Straftat angesehen. Wenn ein Versicherungsbetrug aufgedeckt wird, sind die Konsequenzen klar: Erstens zahlt die Versicherung den Schaden natürlich nicht mehr und zweitens muss der Betrüger die Kosten der Ermittlungen übernehmen. Außerdem drohen strafrechtliche Konsequenzen.

Wie hoch die Strafe letztendlich ausfällt, hängt vom Grad des Betrügens ab. Den Preis bei einem Schaden leicht nach oben "korrigieren" könnte man noch als Bagatelle ansehen. In vielen Fällen ist kriminelle Energie im Spiel, wie zum Beispiel ganze Rechnungen fälschen oder ein Haus anzünden. In solchen Fällen muss gegebenenfalls sogar mit einer Gefängnisstrafe gerechnet werden.

Sollte es tatsächlich zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen, ist man vorbestraft - und manch ein Arbeitgeber verlangt durchaus auch ein polizeiliches Führungszeugnis. Somit kann es schnell passieren, dass berufliche Chancen verbaut werden. Außerdem landen Personen, die einmal betrogen haben und aufgeflogen sind, auf einer 'schwarzen Liste' der Versicherer. Das bedeutet, dass es in Zukunft viel schwieriger wird, überhaupt noch eine Versicherung abzuschließen.

Trotz der Konsequenzen wähnen sich immer noch viele Menschen in Sicherheit und denken, dass sie bestimmt nicht erwischt werden. Vielleicht sollte der ein oder andere besser abwägen, ob sich ein Versicherungsbetrug bei solchen Strafen wirklich lohnt.

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