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'Verliebt in Schweden - Eine Geschichte ohne Elch, aber mit Herz'

Christiane Stella Bongertz und Joakim Montelius: Verliebt in Schweden
'Verliebt in Schweden - Eine Geschichte ohne Elch, aber mit Herz' © RTL interactive/ Bastei Luebbe

Leseinfo zu 'Verliebt in Schweden'

Eigentlich wollte Stella nur ein wenig Ruhe, um über ihre gescheiterte Beziehung hinweg zu kommen und ein Buch zu schreiben. Doch dann verschlägt es die taffe Blondine ausgerechnet in eine schwedische Provinz, in der sie nicht nur die Strandnähe lieben lernt. Das Schönste am Buch: Im Wesentlichen ist es die Liebesgeschichte der Autoren Stella Bongertz und Joakim Montelius.

Über 'Verliebt in Schweden'

Nach einer harten Trennung, braucht Stella einen Tapetenwechsel. Vom Sauerland geht es nach Hamburg, dann - eigentlich nur für eine Radtour - in den Süden Schwedens. In Ängelholm kommt die Journalistin dann aber unverhofft zu einer neuen Bleibe: Einem schnuckeligen Strandhaus, das einer Astrid Lindgren-Geschichte entsprungen sein könnte. Dort will sie ein Buch schreiben, sich auf sich selbst besinnen und Schweden kennenlernen.

Schon bald lernt Stella die Eigenarten der Schweden kennen. Sei es im Supermarkt, wo es keinen Alkohol gibt oder im Straßenverkehr, wo das Reißverschlussverfahren für die Schweden ein Fremdwort ist. Diese hingegen wundern sich über deutsche Gewohnheiten wie 'Kaffee und Kuchen' am Nachmittag. Etwas Süßes vor dem Herzhaften zu essen, kommt für Schweden gar nicht in Frage.

Von Erkenntnissen zur schwedischen Lebensweise abgesehen, trifft Stella auch einen alten Bekannten wieder: Den Musiker Joakim, den sie vor ein paar Jahren auf einem Konzert seiner Band getroffen hatte und mit dem sie seither eine Emailfreundschaft pflegte. Nun lebt Stella in der Nähe von Joakims Heimat und vom ersten Wiedersehen an, fühlen sich die beiden verbunden. Es könnte so schön sein - hätte Joakim nicht Freundin und Tochter. Außerdem ist er auch nicht der einzige nette Mann in Schweden …

Um die Liebesgeschichte von Stella und Joakim nicht zu einseitig zu beleuchten und das schwedische Unverständnis für deutsche Gewohnheiten nicht außer Acht lassen, gibt neben Stella auch Joakim seine Sicht der Dinge wieder. An entscheidenden Stellen wechselt die deutsche in eine schwedische, die weibliche in eine männliche Sicht und bringt die Situationen in allen Fällen amüsant auf den Punkt.

Dieser wechselnden Sichtweisen zum Trotz, wird der Lesefluss nicht unterbrochen - im Gegenteil: Beide Teile sind in einer lockeren, einfachen Sprache und fast tagebuchähnlich geschrieben. Durch die leichten sprachlichen Unterschiede der weiblichen und männlichen Erzählweise wird der Leserhythmus zusätzlich unterstützt und der Leser bei längeren Erzählungen von Stella spätestens ab der Buchmitte neugierig auf Joakims Sicht. Auf diese Weise fällt es leicht, sich in dem Buch wiederzufinden. Dabei kann sich durchaus das Bedürfnis entwickeln, Schweden auch einmal selbst zu erkunden.

Über die Autoren Christiane Stella Bongertz und Joakim Montelius

Christiane Stella Bongartz arbeitet als freie Journalistin unter anderem für 'Die Welt' und 'Cosmopolitan'. Außerdem war sie als Co-Autorin bei Biografien von Bruce Darnell und Harald Glööckler tätig. Sie kommt vom Niederrhein, studierte Kommunikationswissenschaft im Ruhrgebiet und lebte viele Jahre in Köln.

Seit 2008 hat sie es sich in Schweden gemütlich gemacht und lebt dort mittlerweile zusammen mit dem schwedischen Musiker und Journalisten Joakim Montelius. Er ist Gründungsmitglied der schwedischen Elektro-Band Covenant und tourte bereits rund um den Globus. Dadurch wunderte er sich schon lange vor Stella über die deutschen Eigenarten. Die konnte ihn schließlich dazu breitschlagen, eben diese und ihre gemeinsame Geschichte in einem Buch festzuhalten.

(Text: Alexandra Hinske)

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