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Verhütungsvideo tabu: Facebook verbannt Animation über Frauenkondom

Soziales Netzwerk zu prüde für Sexualerziehung

Ein Kondom für Frauen klingt für die meisten Menschen zunächst einmal neu und vielleicht sogar ein wenig skurril. Umso wichtiger ist es, dass es zu dem neuartigen Verhütungsmittel ein aufklärendes Video gibt - oder? Dieser Meinung scheint Facebook nicht zu sein. Eine Video-Animation, die spielerisch erklärt, wie man das Frauenkondom richtig benutzt, wurde von dem sozialen Netzwerk kurzerhand zensiert.

Das Kondom für Frauen wird auf den Markt gebracht von der Firma 'fc2'. Auf der Fan-Page der Organisation 'Tea Time and Sex-Chats' der Universität Chicago wurde zu dem Verhütungsmittel ein entsprechendes Aufklärungsvideo veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung 2012 wollte die Organisation zum einen die Sexualerziehung fördert und zum anderen eine Debatte über das Tabuthema anregen.

Facebook sah das scheinbar aber anders und zensierte das Video mit der Begründung, dass es gegen die Nutzungsbedingungen des Netzwerks verstoße. Doch nicht nur das Video musste das Zeitliche segnen: Die gesamte Fanseite wurde als nutzungswidrig eingestuft und gelöscht. Sofort reagierten Fans und Unterstützer der Seite mit wütenden Reaktionen auf Twitter.

"Ich fand euren Cartoon über 'fc2'-Kondom toll. Was für ein süßes und positives Video über Sex – Facebook, du solltest dich schämen!", schrieb ein Nutzer. "Was? Das ist doch absurd. Diese Geschichte sollte verbreitet werden", wütete ein weiterer Fan auf Twitter.

Die Organisation 'Tea Time and Sex-Chats' selbst reagierte mit Humor auf die Facebook-Aktion und schrieb: "Offenbar denkt Facebook, dass Cartoon-Vaginas bedrohlich sind - obwohl sie doch nur zeigen, wie man verhütet." Trotz des Facebook-Banns haben die Organisatoren aber vor weiter zu machen und mit vielseitigen Methoden für Diskussionsstoff rund um das Thema Sex und Empfängnisverhütung zu sorgen.

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