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Vergiftung bei Kindern erkennen

Vergiftung bei Kindern erkennen
© picture-alliance / dpa, Heiko Wolfraum

Putzmittel sicher aufbewahren

Frühlingsputz ist nicht ganz ohne: Gefahr droht nicht nur den auf Leitern und Fensterbänken herum turnenden Saubermännern, auch Kleinkinder können beim Großreinemachen in Not geraten. Denn die bunten Flaschen, Tuben und Eimer der Putz- und Reinigungsmittel wirken oft verlockend auf Kinder. Da ist doch bestimmt was Leckeres drin… Besonders gefährlich sind Entkalkungsmittel, Fleckentferner, Rohr- und WC-Reiniger. Bei diesen Mitteln können schon kleine Schlucke schwere Vergiftungen oder Verätzungen verursachen.

Zur Vorbeugung sind Putzmittel generell in einem verschlossenen Schrank aufzubewahren. Das gilt auch, wenn sie kindersichere Verschlüsse besitzen. Denn der neugierige Nachwuchs ist ganz schön clever und kann diese Verschlüsse leicht knacken, wie Tests bewiesen haben. Also auch wenn’s lästig ist: Während des Putzens die Verschlusskappen immer wieder schließen! Die Behältnisse nicht auf dem Boden abstellen, sondern sicher außerhalb der Reichweite des Kindes.

Das ist im Notfall zu tun

Zeigt das Kind deutliche Anzeichen einer Vergiftung muss sofort der Notarzt (112) oder eine Giftnotrufzentrale angerufen werden. Falsch ist es, den Kleinen kohlensäurehaltige Getränke oder Milch zu verabreichen. Kohlensäure kann im Magen chemisch reagieren und durch Milch gelangen Giftstoffe schneller ins Blut.

Die sicherste Maßnahme zur Vorbeugung ist jedoch, erst gar nicht solch scharfe Reinigungsmittel zu verwenden. Essigwasser und eine gute Bürste reichen immer noch, um den meisten Schmutz zu entfernen.

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