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Verformter Kopf: Bauchlage beugt Kopfverformung beim Baby vor

Mit einfachen Tricks können Sie der Verformung des Babyschädels vorbeugen.
Liegt das Baby immer in der gleichen Position - etwa auf dem Rücken - kann sich der Schädel verformen. © Michaela Brandl

Einfacher Trick beugt Verformungen des Schädels vor

Bei rund 15 Prozent aller Neugeborenen entwickelt sich innerhalb der ersten sechs Monate ihres Lebens eine Kopfverformung. Das liegt daran, dass die Babys immer wieder die gleiche Liegeposition einnehmen. Sie können der Abflachung des Kopfes Ihres Babys allerdings relativ einfach vorbeugen.

Manche Babys schauen lieber in die eine Richtung, als sich hin und wieder auch mal umzudrehen. Das kann zu verkürzten, stärkeren Muskeln auf der einen und schwächeren auf der anderen Seite des Kopfes führen. Dazu kann noch eine Abflachung auf der einen Kopfseite oder dem Hinterkopf hinzukommen.

Damit sich kein Liegeschädel entwickelt, sollten Sie Ihr Baby zum Drehen des Kopfes animieren. Schaut das Baby gerne in eine Richtung, weil es dort etwas Interessantes für das Kind gibt (etwa die Mama, ein Möbelstück, das Fenster), reicht es das Babybettchen von Zeit zu Zeit umzustellen. Gerade für Abflachungen auf einer der Seiten erweist sich diese Maßnahme meist als ausreichend.

Verformt sich der Schädel des Babys am Hinterkopf, wird es kniffliger: Dann sollte die abgeflachte Seite des Kopfes möglichst nicht mehr auf der Unterlage aufliegen. Dazu können Sie zum Beispiel auf ein spezielles Kissen mit einem Loch in der Mitte zurückgreifen, das die betroffene Stelle entlastet.

Verformter Babykopf: Bauchlage trainiert Rückenmuskulatur

Tagsüber kann das Baby mindestens eine halbe Stunde auf dem Bauch liegen - das Spielen in Bauchlage stärkt die Rückenmuskulatur. Schlafen sollte das Baby in dieser Position allerdings nicht: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt einen Zusammenhang zwischen Schlafen in Bauchlage und dem plötzlichen Kindstod fest.

Ist die Kopfverformung schon weit fortgeschritten, kann eine Helmtherapie helfen. Das Baby bekommt in diesem Fall einen Helm, den es 23 Stunden am Tag tragen muss. Die Effekte solcher Therapien wurden jüngst im „British Medical Journal“ vorgestellt und für wirksam befunden – im Alter von zwei Jahren waren bei betroffenen Kindern keine Verformungen mehr feststellbar.

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